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© Shutterstock/New Africa

Käse richtig servieren: So gelingt die Käseplatte daheim

Käse
Käsekultur

Von der richtigen Temperatur bis zum passenden Messer: Wer Käse richtig serviert, holt mehr Geschmack aus jeder Sorte. Eine Anleitung für Gastgeber:innen.

Die richtige Menge

  • Als Hauptgang: ca. 250 g Käse pro Person
  • Als Bestandteil eines Menüs: ca. 100 g pro Person

Die Auswahl

Die Abwechslung macht’s: Ideal ist eine Platte mit Sorten aus verschiedenen Käsefamilien. Unterschiedliche Texturen und Aromen sorgen dafür, dass jede:r Gast einen Favoriten findet.

Die Platte

Käse mag natürliche Materialien: Holz, Marmor, Schiefer oder Keramik. Liegt der Käse länger, wird er auf der Auflagefläche schmierig – Strohmatten schaffen Abhilfe, sie lassen den Käse atmen. Silber oder Edelstahl besser nicht verwenden, sie reagieren mit dem Käse.

Die Temperatur

Etwa eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit sich die Aromen voll entfalten.
Ausnahme: Blauschimmelkäse schmecken besser gekühlt, sonst wird ihr Geschmack zu dominant.

Käse richtig schneiden

Jede Sorte hat ihre Form – und damit ihre eigene Schnitttechnik. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis von Rinde zu Teig, besonders bei Käsen, deren Rinde mitgegessen wird. Damit Gäste richtig portionieren können, empfiehlt es sich, die Stücke bereits vor- oder anzuschneiden.

Das richtige Werkzeug

Weiche Käse haften leicht am Messer – hier helfen Klingen mit Löchern oder eine Käselyra. Besonders harte Sorten wie Parmesan werden mit einem kurzen Käsemesser in Stücke gebrochen. Für jede Sorte sollte ein eigenes Messer bereitliegen.

Die Beilagen

Weniger ist mehr: Trauben, Nüsse, getrocknete Früchte, Birne, Feige oder ein Chutney genügen. Die Begleiter sollen den Käse ergänzen, nicht übertönen.

Das Brot

Eine kleine Auswahl aus Baguette, Bauernbrot und – wenn gewünscht – Früchtebrot ist ideal.

Lagerung

Ideal bei 8–13 °C, am besten in Backpapier oder Tücher gewickelt. In Plastik kann Käse nicht atmen, beginnt zu schwitzen und verliert an Geschmack. Bei Blauschimmelkäse tritt während der Reifung Flüssigkeit (Exsudat) aus – daher am besten in Alufolie aufbewahren, damit sie wieder in den Käse zurückfließen kann. So bleibt er cremig und aromatisch.

Mit oder ohne Rinde

Gewachste oder lackierte Rinde ist nicht essbar. Auch bei Hartkäse ist der Verzehr der Rinde – aufgrund ihrer Härte und intensiven Verarbeitung – aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen. Bei allen anderen Sorten kann man die Rinde mitessen, je nach persönlicher Geschmacksvorliebe.



Romana Echensperger
Romana Echensperger
Wein-Chefredakteurin Deutschland
Sébastien Lehrer
Autor
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