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Küchenmythen: Diese Tipps funktionieren nicht wirklich

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Mineralwasser in der Eierspeise, Öl im Pastawasser oder Fleisch, das stundenlang gekocht wird. Falstaff hat sich angesehen, welche Tipps in der Praxis keinen Effekt haben.

Jede Generation hat ihre eigenen Küchentricks. Praktisch sollen sie sein, unkompliziert und effektiv. Wenn man jetzt einen Blick auf die Küchentricks vergangener Generationen denkt, war das nicht immer so. Falstaff hat sich ältere und jene, die mittlerweile für Kopfschütteln sorgen, genauer angesehen.

Mineralwasser in der Eierspeise

Mineral- oder Sodawasser sollen die Eierspeise oder den Palatschinkenteig besonders luftig machen – ein Tipp, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Aber funktioniert er auch wirklich? Laut vieler persönlicher Erfahrungsberichte zeigt das Sodawasser weder im Teig noch in der Eierspeise einen minimalen Effekt.

Die Handfläche verrät, ob das Fleisch gar ist

Wenn man testen möchte, wie gar das Steak ist, soll man sich einfach an seinen Handballen halten. Das funktioniert so: Legt man den Daumen an den Zeigefinger derselben Hand, fühlt sich der Ballen weich an – vergleichbar mit einem sehr blutigen Steak (rare), beim Mittelfinger entsteht leichter Widerstand, sodass das Steak als rosa mit blutigem Kern (medium rare) bezeichnet werden könnte. Wiederholt man den Vorgang mit dem Ringfinger wird der Druck spürbar fester, sodass der Daumenballen vom Gefühl her an ein medium Steak erinnert und berührt der Daumen schließlich den kleinen Finger, ist der Ballen deutlich fest – das Steak ist durchgebraten (well done).

In der Praxis ist das allerdings ziemlich ungenau: Hände und Fleisch sind unterschiedlich, eine echte Kerntemperatur lässt sich so nicht bestimmen. Auch wenn sich die Methode bis heute hält und sogar Gordon Ramsay darauf schwört – ein Fleischthermometer ist am Ende deutlich verlässlicher.

Das Öl im Pastawasser

Das Kochen von Pasta ist nicht schwierig und trotzdem gibt es dazu die unterschiedlichsten Meinungen und viele Tricks mit denen es »unter Garantie« funktioniert. Einer davon ist, dass Salz und Öl im Pastawasser ein Zusammenkleben der Nudeln verhindern. Stimmt das? In der Tat bringt der Trick wenig: Das Öl schwimmt lediglich auf der Wasseroberfläche und hat keinen echten Effekt auf die Nudeln. Im Gegenteil – beim Abgießen legt es sich auf die Pasta und sorgt dafür, dass die Sauce später schlechter haftet.

Um Pastawasser und das Kochen von Pasta ranken sich viele Küchenmythen.
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Um Pastawasser und das Kochen von Pasta ranken sich viele Küchenmythen.

Kartoffeln ins kochende Wasser

Ähnlich wie bei Pasta ranken sich auch viele Mythen um das Kochen von Kartoffeln – sollen sie gesalzen werden oder nicht, gerade so mit Wasser bedeckt werden oder doch im Wasser schwimmen? Ähnlich steht es auch um den Trick, Kartoffeln in kochendes Wasser zu legen – eine Technik, die nach wie vor noch gerne empfohlen wird. Ein Trugschluss: für die meisten Kartoffelgerichte ist es wichtig, dass die Knollen in kaltem Wasser angesetzt werden. Dadurch stellt man nicht nur sicher, dass die Knollen gleichmäßig gekocht werden und sich die Stärke in den Kartoffeln langsam an die steigende Temperatur gewöhnt.

Hähnchen waschen? Lieber nicht

Dass Fleisch gelegentlich mit Küchenpapier abgetupft wird, ist allgemein bekannt. Früher wurde manchmal sogar empfohlen, vor allem Hühnerfleisch kurz abzuspülen, um Bakterien zu reduzieren. Heute weiß man allerdings: Das Abspülen bringt keinen echten Hygienevorteil – im Gegenteil, das Spritzwasser kann vorhandene Keime in der ganzen Küche verteilen. Trotzdem hält sich dieser Ratschlag hartnäckig, und auch auf Social Media ist noch zu sehen, wie manche Fleisch vor dem Kochen abspülen. Erst langsam setzt sich hier ein vorsichtiges Umdenken durch.


Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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