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Mit dem richtigen Kühlschrank gegen Food Waste

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Lebensmittelverschwendung beginnt oft im Kühlschrank. Wer seine Vorräte richtig lagert und moderne Kühltechnologien nutzt, kann Food Waste deutlich reduzieren – und spart dabei Geld und Energie.

Lebensmittelverschwendung beginnt oft unscheinbar – mit einem falsch gelagerten Stück Fleisch, einem Salatkopf, der schneller als erwartet welkt, oder einer Tomatensauce, die im hintersten Eck des Kühlschranks vergessen wird. Dabei kann der richtige Umgang mit dem Kühlschrank entscheidend dazu beitragen, dass frische Lebensmittel länger geniessbar bleiben und Food Waste aktiv reduziert wird.

«Die richtige Lagerung ist der Grundstein für die Lebensmittelhygiene im Kühlschrank und entscheidend, um Keimbildung sowie Kreuzkontamination zu vermeiden», erklärt Ruben Gutzelnig, Product Trainer bei «Liebherr». Besonders wichtig sei eine konstante Temperatur zwischen +2°C und +5°C. Zudem sollten rohe und zubereitete Lebensmittel strikt getrennt aufbewahrt werden – am besten in verschliessbaren Behältern.

Auch die Übersichtlichkeit spielt eine wichtige Rolle: «Ein aufgeräumter Kühlschrank ermöglicht eine gleichmässige Kühlung, verbessert die Hygiene und sorgt dafür, dass Lebensmittel nicht vergessen und weggeworfen werden.»

Einräumlogik gegen Verschwendung

Nicht jedes Fach im Kühlschrank hat dieselbe Temperatur. «Das obere Fach eignet sich für gekochte Speisen, Marmeladen oder Käse. In den mittleren Fächern sind Milchprodukte und Wurstwaren richtig aufgehoben, während die kälteste Zone – direkt über dem Gemüsefach – für Fleisch und Fisch reserviert ist», so Gutzelnig. Türfächer dagegen eignen sich nur für Produkte, die unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen sind, wie Getränke, Butter oder Dressings.

Wer zusätzlich das First-In-First-Out-Prinzip beachtet – ältere Lebensmittel vorne, neue hinten – reduziert die Gefahr, dass gute Produkte im Kühlschrank in Vergessenheit geraten.

Moderne Kühltechnik als Gamechanger

Innovative Technologien können die Haltbarkeit von Lebensmitteln signifikant verlängern. «In einer BioFresh-Schublade bleiben Lebensmittel bis zu fünfmal länger frisch als im herkömmlichen Kühlteil», erklärt Gutzelnig. So halte etwa Kopfsalat bis zu 13 Tage, Rüebli sogar bis zu 80 Tage.

Auch eine durchdachte Verpackung – vakuumiert, mit Frischhaltefolie oder in verschliessbaren Boxen – trägt dazu bei, dass Lebensmittel länger geniessbar bleiben. Ergänzend schützt DuoCooling in modernen Geräten vor dem Luftaustausch zwischen Kühl- und Gefrierteil und verhindert so Aromaverlust und Austrocknung.

Mindesthaltbarkeitsdatum vs. Verbrauchsdatum

Ein weiterer Hebel gegen unnötigen Food Waste ist das richtige Verständnis von Datumsangaben. «Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum, sondern eine Qualitätsgarantie des Herstellers», betont Gutzelnig. Viele Produkte seien auch nach Ablauf noch völlig unbedenklich geniessbar – solange Aussehen, Geruch und Geschmack stimmen. Anders beim Verbrauchsdatum: Hier sei nach Ablauf zwingend Vorsicht geboten, da Gesundheitsgefahr besteht.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Nicht alle Lebensmittel gehören in den Kühlschrank: Brot, Ananas, Bananen, Tomaten, Gurken, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln und Honig besser an einem dunklen, kühlen Ort lagern.
  • Einmal pro Woche Kühlschrankinhalt prüfen und Mahlzeiten basierend auf den vorhandenen Lebensmitteln planen, um alles zu verwerten.
  • Keine heissen Speisen direkt in den Kühlschrank stellen – zuerst auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Am besten in flache Behälter umfüllen, damit sie schneller abkühlen.
  • Ein gut gefüllter Kühlschrank hält die Kälte besser. Eine Überfüllung sollte aber vermieden werden, da sonst die Luftzirkulation beeinträchtigt wird.
  • Gekühlte Lebensmittel nach dem Einkauf sofort einräumen. Kühlschrank nicht unnötig lange offenlassen, um Temperaturschwankungen zu vermeiden.
  • Den Kühlschrank regelmässig reinigen, idealerweise alle sechs bis acht Wochen.
  • Das Gefrierfach regelmässig abtauen (falls kein NoFrost vorhanden ist): Spätestens ab einer Eisschicht von ca. 1 cm. Das reduziert den Energieverbrauch und verbessert die Gefrierleistung.

So wird der Kühlschrank vom blossen Aufbewahrungsort zum Werkzeug für mehr Nachhaltigkeit – und zum Verbündeten im Kampf gegen Food Waste.


 

Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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