München: Neuer Küchenchef im »Schwarzreiter«
Franz-Josef Unterlechner ist jetzt Küchenchef im Gourmet-Restaurant »Schwarzreiter« im »Hotel Vierjahreszeiten« in München.
Einen Michelin-Stern hat er zwar noch nicht erkocht, der gebürtige Münchner und neue Chefkoch im »Schwarzreiter« kann aber einen bemerkenswerten beruflichen Lebenslauf vorweisen. Sein Lehrmeister im »Forsthaus Wörnbrunn« vermittelte seinen Zögling nach nur einem Jahr an das damals schwer angesagte Restaurant »Lenbach«, in dem Ali Güngörmüs, heute Boss im »Pageou«, Küchenchef war und lernte dort die gehobene Küche zu lieben. Noch gehobener ging es dann weiter: im 3-Sterne-Restaurant »Überfahrt« von Christian Jürgens am Tegernsee und später als Sous-Chef von Martin Fauster im Fünf-Sterne-Hotel »Königshof« am Stachus und nach dessen Schließung wegen des Neubaus als Maître de Cuisine des Luxus-Resorts »Bachmair Weissach« in Rottach-Egern am Tegernsee. Die lähmende Corona-Zeit verbrachte er im feinem Fischrestaurant »Atlantik« beim Schlachthof.
Und nun das »Schwarzreiter«, in dem seine Vorgängerin Maike Menzel mit ihrer »Young Bavarian Cuisine« 2018 von Michelin einen Stern verliehen bekam, den ihr Sous-Chef Hannes Reckziegel nach ihrem Abschied in die Elternzeit halten konnte. Der hat sich übrigens vor geraumer Zeit bereits vom »Schwarzreiter« verabschiedet und kocht ab März im traditionsreichen, frisch renovierten »Bogenhauser Hof«.
Nun bleibt abzuwarten, wie streng Franz-Josef Unterlechner die im »Schwarzreiter« erfolgreich etablierte junge bayerische Küche verfolgen wird. Klar ist, der Münchner legt großen Wert auf die Qualität der Produkte und ist ein Meister in der Herstellung perfekter Saucen zum jeweiligen Gericht. Und wer ihn kennt, weiß auch: »Streberteller«, wie Eckart Witzigmann einmal übertrieben arrangierte Speisen nannte, lehnt Unterlechner ab. Was man sieht, bekommt man – und schmeckt man. Ein ehrliches Konzept.