Salzburger Mozartkugel wird nicht mehr in Österreich hergestellt
Nach dem Betriebsende von »Salzburg Schokolade« gehen die Maschinen des Werks an 30 verschiedene Verkäufer:innen. Von der Schließung des Betriebs sind rund 65 Mitarbeiter:innen betroffen.
Manche Süßigkeiten haben mittlerweile Kult-Faktor, sind unter Tourist:innen wie auch Einheimischen ähnlich beliebt. Die klassische Mozartkugel fällt eindeutig in die Kategorie der süßen Ikonen – für diese beginnt ab heute ein neues Kapitel. Denn die »echte« Mozartkugel von »Mirabell« wird nicht mehr wie bisher in Gröding, Salzburg, gefertigt.
Sechs Monate nach der angekündigten Schließung hat der Süßwarenproduzent »Salzburg Schokolade« nun den Betrieb endgültig eingestellt. Die Gewerkschaft äußerte scharfe Kritik, da circa 65 Beschäftigte von dem Betriebs-Aus betroffen sind. Aus diesem Grund fand in der vergangenen Woche vor dem Werk eine letzte Protestkundgebung statt – jedoch ohne Erfolg.
Outsourcing statt heimischer Herstellung
Die seit heute stillstehenden Maschinen werden nicht lange in Grödig bleiben. »Die Maschinen sind weltweit verkauft. Wir haben an die 30 unterschiedliche Käufer gefunden, in Europa, außerhalb Europas bis nach Ägypten und nach Mauritius werden die Maschinen verkauft«,gab der Geschäftsführer Friedrich Plail am Freitag bekannt.
Währenddessen ist die Zukunft des Gebäudes allerdings noch ungewiss, zwei Interessenten hätten sich bereits gemeldet, aber ein konkretes Angebot liege zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor. Wie es heißt, wird der Werksverkauf nach wie vor in Gröding stattfinden: »Solange wir noch Kugeln und Taler haben, lassen wir ihn offen. Aber es sieht schon sehr mau aus, die Nachfrage ist groß«, heißt es außerdem von Friedrich Plail. Er rechnet damit, dass sie mit Ende der nächsten Woche keine Waren mehr zum Verkauf anbieten können.
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