Thermen in Deutschland - Top oder Flop?
Ein Online-Reiseportal nahm 266 Thermalbäder im deutschsprachigen Raum unter die Lupe und errechnete das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wellness ist in – das spiegelt sich nicht zuletzt im stets wachsenden Thermen-Angebot wider. Und weil es bei der Vielfalt der Wellnessoasen schwer ist, sich als Gast zu orientieren, hat das Online-Reisebüro »ab-in-den-urlaub.de« 266 Thermal- und Wellnessbäder im deutschsprachigen Raum – also in Deutschland, Österreich und der Schweiz – im Rahmen einer Studie analysiert.
Mittelklasse dominiert
Als ersten Schritt wurde eine Klassifizierung auf Basis der Ausstattung vorgenommen und die Thermen in »Luxus«, »Mittelklasse« und »Holzklasse« eingeteilt. Dabei kamen die Tester zu dem allgemeinen Schluss, dass in den meisten Betrieben ein »Rundum-Service« geboten wird: 97 Prozent verfügen über ein Restaurant, 30 Prozent bieten dem Gast mit einem angeschlossenen Hotel Übernachtungsmöglichkeiten. Auch Außenbereiche und Ruheräume erfuhren im Vergleich zu früher eine enorme Aufwertung. Außerdem sind 73 Prozent der Bäder mit Whirlpools und mehr als die Hälfte mit Wasserrutschen ausgestattet. Überraschend war die Ausstattung mit Solarien, denn nur sechs Prozent stellen ihren Besuchern Sonnenliegen zur Verfügung. Die in Skandinavien sehr beliebten
Eiskammern findet man in lediglich 25 der 266 getesteten Betriebe, über Saunen verfügen hingegen 96 Prozent.
Ob ein Betrieb nun Luxus-, Mittel- oder Holzklasse ist, darüber entschied man mithilfe von 12 Ausstattungs-Kategorien, die erfüllt werden mussten.
- bis zu 7 Kriterien - »Holzklasse«: rund 23 Prozent
- 8 und 9 Kriterien - »Mittelklasse«: rund 60 Prozent
- ab 10 Kriterien - »Luxusklasse« : rund 13 Prozent
Der beste Preis
Um das beste Preis-Leistungsverhältnis zu errechnen, wurden innerhalb der drei Klassifizierungen mittels einer 15-Punkte-Skala (15 Punkte = Höchstwertung) bewertet. Diese Skala errechnete sich aus dem Angebot der Therme, das mittels statistischer Formel in Bezug zum Ticketpreis gesetzt wurde.
Bei den Tagestickets in Luxusthermen liegt mit dem »H2O Hotel-Therme-Resort« in Sebersdorf bei Graz ein österreichischer Betrieb auf dem ersten Platz. 17,90 Euro zahlt man hier pro Tag – »Keiner bietet für verhältnismäßig wenig Geld pro Tag so viel« resümieren die Autoren der Studie. In der »Mittelklasse« teilen sich zwei deutsche Thermen den ersten Platz: das »Kristall Palm Beach« bei Nürnberg und die »Therme1« im bayrischen Bad Füssing. Gleich drei deutsche Betriebe schafften es in der »Holzklasse« punktegleich auf den obersten Stockerlplatz: die »Weser Therme« in Göttingen, das »Wellness- und Gesundheitszentrum Solemar« bei Freiburg und die »Ahr Therme« bei Bonn.
Vergleich lohnt sich
Im Großen und Ganzen würden viele Thermen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, so das Fazit der Tester. Bemerkenswert auch, dass Rund 63 Prozent der Betriebe Familienrabatte gewähren, so wird in mehr als der Hälfte der gemeinsame Thermenbesuch nicht zum teuren bzw. unleistbaren Vergnügen. In den Thermen im deutschsprachigen Raum erhält der Kunde – glaubt man der Studie von ab-in-den-urlaub.de - relativ viel für sein Geld. Dennoch sind die Preise teils gepfeffert, ein Vergleich lohnt sich also in jedem Fall.
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