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Vogelgrippe: Ist die Martinsgans in Gefahr?

Gans
Martinsgans
Tradition

Der Martinstag steht vor der Tür – doch die Vogelgrippe-Welle sorgt für Verunsicherung: Droht der Martinsgans in diesem Jahr die Knappheit? Branchenvertreter geben Entwarnung.

Die Gans gehört für viele zum Martinstag am 11. November einfach dazu. Doch in diesem Jahr war das Festessen kurzzeitig in Gefahr: Meldungen über Vogelgrippe-Fälle haben bei Verbraucher:innen und Gastronomie die Frage aufgeworfen, ob das Angebot knapp werden könnte.

Eine unbegründete Sorge, wie der Geflügelwirtschaftsverband Brandenburg nun gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) bestätigt: Es seien genügend Martinsgänse verfügbar und auch die Preise blieben stabil. »Wir beobachten aktuell keine Reduzierung des Angebots«, sagt Geschäftsführerin Katharina Standke.

Kontrolle in Produktion und Küche

Was den Verzehr betrifft, wird ebenfalls beruhigt: Vor der Schlachtung werden alle Tiere routinemäßig auf Vogelgrippe getestet, zudem überwachen amtliche Veterinär:innen in den Schlachthöfen die Gesundheit der Tiere. Da Gänse zudem nicht roh, sondern gut durchgegart werden, gelten sie als sicher. Durch die hohen Temperaturen im Ofen würden mögliche Erreger zuverlässig abgetötet.

Warum eigentlich Gans am Martinstag?

Der Martinstag erinnert an den heiligen Martin von Tours, einen der bekanntesten Heiligen des Christentums. Bis ins Mittelalter hinein begann um diese Zeit die vorweihnachtliche Fastenzeit. Vor deren Beginn wurde noch einmal festlich gespeist – und vielerorts kam eine Gans auf den Tisch.

Später entstand die bis heute bekannte Legende: Als Martin sich vor seiner Ernennung zum Bischof verstecken wollte, sollen Gänse ihn mit ihrem Schnattern verraten haben. Ob historisch korrekt oder nicht – die Erzählung hat sich tief in den jährlichen Brauch eingeschrieben und prägt bis heute die kulinarische Tradition des 11. November.


Redaktion
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