Was passiert, wenn man rohe Pasta in heißem Öl frittiert?
Videos zeigen derzeit, wie Weizenpasta im heißen Öl plötzlich stark wächst. Der Effekt lässt sich allerdings schnell erklären.
Knusprige Pasta oder auch Gnocchi sind im Internet kein ganz neues Phänomen. Schon vor einiger Zeit sorgten sogenannte »Pasta-Chips« für Aufmerksamkeit: gekochte Nudeln, die im Ofen oder in der Heißluftfritteuse erneut gebacken und so zum Snack wurden. Aktuell kursierende Videos gehen jedoch noch einen Schritt weiter. Darin wird rohe Weizenpasta direkt in heißem Öl frittiert – und sorgt für einen Überraschungseffekt. Die Pasta bläht sich dabei nämlich überraschend stark auf.
Der Effekt ist so spektakulär, dass in den Kommentaren unter den Videos teilweise vermutet wird, es handle sich um KI-generierte Aufnahmen. Tatsächlich sind die Clips echt – allerdings funktioniert das Aufblähen nicht mit gewöhnlicher Pasta, sondern nur mit speziellen Nudeln, deren Stärke-Struktur stark genug ist, um den Effekt zu tragen. In den Videos selbst wird der Name der Pasta zwar nicht genannt, doch viele Zuschauer:innen vermuten in den Kommentaren, es handele sich um »Duritos« oder »Chicharrones de Harina«. Eine Pasta-Sorte die in gut sortierten Lebensmittelgeschäften in Mexiko oder fallweise auch in Amerika verkauft wird.
Restfeuchtigkeit in der Pasta
Gelangen die ungekochten Nudeln in sehr heißes Öl, beginnen sie bereits nach kurzer Zeit sichtbar aufzugehen. Der Grund? Selbst ungekochte Pasta enthält noch eine geringe Menge Restfeuchtigkeit. Erhitzt sie sich schlagartig, verwandelt sie sich in Wasserdampf. Der entstehende Druck dehnt die Struktur der Pasta von innen aus, wodurch sich Hohlräume bilden und die Nudeln regelrecht »aufpuffen«.
Gleichzeitig härtet die äußere Schicht schnell aus und stabilisiert die neue Form. Das Ergebnis sind luftige, knusprige Stücke, die optisch fast an Churros erinnern. Entsprechend werden sie in manchen Videos auch wie das spanische Fettgebäck serviert – etwa mit einer Mischung aus Zimt und Zucker.