Zum Tag des Deutschen Brotes: Das ist die Lieblingssorte der Deutschen
Roggenbrot, Vollkorn oder doch Toast: Welche Sorte landet bei den Deutschen wirklich auf dem Tisch? Und warum klafft zwischen Lieblingsbrot und tatsächlichem Konsum eine Lücke?
Friedrich Merz nahm kürzlich den traditionellen Brotkorb entgegen – eine symbolische Anerkennung für die deutsche Brotkultur und eines der anspruchsvollsten Handwerke des Landes. Nicht umsonst sagt man den Deutschen nach, ihr Brot sei ihnen heilig – und der 5. Mai unterstreicht dieses Klischee. Denn an diesem Datum findet der »Tag des Deutschen Brotes« statt. Doch welches Brot ist eigentlich das beliebteste unter den Deutschen?
Vollkorn auf die Eins
Bei den persönlichen Vorlieben liegt Vollkornbrot mit 25 Prozent vorn. Es gilt für viele als besonders ausgewogene und ernährungsbewusste Wahl. Es folgen Mischbrot (17 Prozent), Mehrkornbrot (16 Prozent) sowie Roggenbrot (16 Prozent). Weizenbrot und Toastbrot werden in der Befragung seltener als Lieblingssorten genannt.
Auffällig ist dabei, dass die Präferenzen auch regional variieren: In Westdeutschland wird häufiger Vollkornbrot bevorzugt, während in Ostdeutschland Mischbrot stärker vertreten ist. Im Norden spielt zudem Schwarzbrot eine größere Rolle.
Vorlieben entsprechen nicht Konsum
Ein anderes Bild ergibt sich jedoch beim tatsächlichen Verbrauch. Laut Daten des Deutschen Brotinstituts wird in Deutschland am häufigsten Mischbrot konsumiert (32,8 Prozent). Es folgen Toastbrot (20,3 Prozent) sowie Brote mit Körnern und Saaten (15,2 Prozent). Vollkornbrot kommt auf etwa 10,5 Prozent. Weizen- und Roggenbrote liegen mit jeweils 5,2 Prozent im unteren Bereich. Doch woher rührt die Differenz zwischen bevorzugten und tatsächlich gekauften Sorten?
Für diese Unterschiede sorgen vor allem praktische Faktoren wie Verfügbarkeit und Alltagstauglichkeit. Toastbrot spielt beispielsweise eine besondere Rolle: Es ist günstig, lange haltbar und wird häufig in Haushalten mit Kindern genutzt. Natürlich nimmt auch die Preisstruktur Einfluss auf den Kauf. Während sich die Preise im Supermarkt teils ähneln, können beim Bäcker größere Unterschiede entstehen, die Kaufentscheidungen mitprägen. Wie gut, dass die Auswahl in Deutschland mit über 3.000 unterschiedliche Brotspezialitäten so groß ist, dass für jeden Geschmack, Anlass und Geldbeutel etwas dabei ist.