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Augengesundheit: Warum individuelle Sehlösungen immer wichtiger werden

Gesundheit
Wellbeing

Unsere Augen leisten täglich Höchstarbeit – dennoch kümmern wir uns oft erst um sie, wenn das Sehen anstrengend wird. Dabei beeinflusst gute Sehleistung weit mehr als nur die Schärfe unseres Blicks.

Sehen als komplexer Vorgang

Ob Smartphone, Laptop oder Straßenverkehr: Unsere Augen wechseln permanent zwischen unterschiedlichen Entfernungen und Lichtverhältnissen. Tatsächlich bewegen sie sich bis zu 250.000 Mal täglich. Sehen ist dabei kein rein mechanischer Vorgang, sondern ein Teamarbeit zwischen Auge und Gehirn. »Natürliches und entspanntes Sehen entsteht aus dem harmonischen Zusammenspiel unserer Augen und unseres Gehirns«, erklärt Daniel Paulnsteiner, Leiter Product Management DACH bei Rodenstock und Experte für biometrisches Sehen.

Dabei arbeitet unser visuelles System mit zwei Funktionen gleichzeitig: Während das zentrale Sehen Details fokussiert – etwa beim Lesen –, sorgt das periphere Sehen für Orientierung im Raum. Erst wenn beide Systeme optimal zusammenspielen, gelingt der Wechsel zwischen Nähe und Ferne mühelos. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt, macht sich das oft zunächst subtil bemerkbar: müde Augen, verlangsamtes Scharfstellen oder zunehmende Anstrengung beim Lesen.

Was bedeutet gutes Sehen?

Veränderungen der Sehleistung verlaufen meist schleichend. Viele Menschen gewöhnen sich über Jahre an kleine Einschränkungen, ohne sie bewusst wahrzunehmen. »Zu sagen: Wenn man gut sieht, passt alles, greift zu kurz.«, meint Paulnsteiner. »Denn häufig fällt Brillenträger:innen erst richtig auf, dass sie nicht optimal gesehen haben, wenn sie nach einer Vermessung ein neues Brillenglas bekommen, das auf ihre Fehlsichtigkeit besser angepasst ist.«

Gerade bei Gleitsichtbrillen zeigt sich schnell, wie individuell Sehen tatsächlich ist. Lange Eingewöhnungszeiten, eingeschränkte Randbereiche oder Unsicherheiten beim Blickwechsel können Hinweise darauf sein, dass eine Sehlösung nicht optimal abgestimmt ist.

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Individualisierung statt Standardlösung

Während klassische Brillengläser auf durchschnittlichen Augenmodellen basieren, ermöglichen moderne Messverfahren heute eine deutlich genauere Anpassung. Neben der reinen Bestimmung der Sehstärke wird dabei die gesamte Biometrie des Auges analysiert. »Jedes Auge ist einzigartig. Das zu berücksichtigen, macht den großen Unterschied in der Qualität der Gläser und somit des Seherlebnisses aus.«, so Paulnsteiner.

Mithilfe hochpräziser Messungen entstehen individuelle Modelle, die in die Berechnung der Brillengläser einfließen. Rodenstock misst hierbei nicht nur die Korrektionswerte, sondern noch zusätzliche tausende Messpunkte der Augen. Der DNEye Scanner® errechnet daraus ein »biometrisches« Augenmodell. Das Resultat sind »biometrische« Gleitsichtgläser. Laut einer externen Trageversuchsstudie bevorzugten 83 Prozent der Testpersonen individuell angepassten Gläser und berichteten unter anderem von einem verbesserten Lesefluss sowie sanfteren Übergängen zwischen verschiedenen Sehdistanzen.

Daniel Paulnsteiner
Leiter Product Management DACH bei Rodenstock & Experte für biometrisches Sehen

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Neue Brille, neues Sehen

Auch bei optimal angepassten Gläsern bleibt eine kurze Umstellungsphase normal. Denn nicht nur die Augen, sondern auch das Gehirn muss neue Seheindrücke verarbeiten. Besonders bei der ersten Gleitsichtbrille braucht es etwas Geduld. »Eine neue Brille sollte gerade zu Beginn regelmäßig getragen werden, damit sich das visuelle System anpassen kann«, empfiehlt Paulnsteiner. Wer die Brille nur gelegentlich nutzt, verlängert die Eingewöhnung meist unnötig.

Augengesundheit entscheidet sich nicht allein bei der Heranziehung von Optiker:innen, sondern auch im Alltag. Regelmäßige Blickwechsel in die Ferne entlasten die Augenmuskulatur bei Bildschirmarbeit, ausreichend Tageslicht unterstützt die natürliche Sehfunktion.

Tipp: Auch die Pflege der Brille spielt eine Rolle: »Am besten reinigt man sie mit etwas Handspülmittel unter warmem Wasser und trocknet sie anschließend mit einem sauberen Mikrofasertuch«, rät Paulnsteiner. Eine trockene Reinigung könne feine Kratzer verursachen.

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Sehen als Lebensqualität

Gutes Sehen beeinflusst, wie entspannt wir lesen, uns orientieren oder unseren Alltag wahrnehmen. Regelmäßige Augenchecks und biometrisch abgestimmte Sehlösungen können dazu beitragen, visuelle Belastungen frühzeitig zu reduzieren.

Gerade bei ersten Sehproblemen oder anhaltender Augenmüdigkeit lohnt sich zudem die professionelle Beratung durch Fachoptiker:innen. Eine präzise Analyse des individuellen Sehprofils hilft dabei, Lösungen zu finden, die wirklich zum eigenen visuellen System passen – und damit langfristig zu mehr Komfort im Alltag beitragen. Denn klare Sicht ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern ein entscheidender Bestandteil von Wohlbefinden und Lebensqualität.

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