Psychedelic Breath im Wiener Yogastudio y.lab
Die Atemtechnik aus dem traditionellen Yoga bedient sich neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Zur elektronischen Musik atmet man sich im Wiener Yogastudio y.lab unter der Anleitung von Carina Fleck und Julia Freidl aus dem Alltag heraus und kann so neue Perspektiven erschließen. Happy Life hat sich die Breathwork-Klasse genauer angeschaut.
»Eine Erkenntnis, die unsere Perspektive auf die Atmung verändert hat, ist folgende: Die Atmung ist die einzige Körperfunktion, die zwar autonom gesteuert wird, aber – anders als zum Beispiel die Verdauung – willentlich beeinflussbar ist. Damit bewegt sie sich gewissermaßen an der Schnittstelle zwischen Bewusstem und Unterbewusstem. Die Idee, durch kontrolliertes Atmen die Selbstwahrnehmung zu erweitern, finden wir spannend und inspiriert unseren Unterricht«, fassen Carina Fleck und Julia Freidl ihre Motivation und Faszination für die Arbeit mit der Atmung zusammen. Die beiden eröffneten 2019 das Yogastudio y.lab in einem lichtdurchfluteten Loft im historischen Backsteinziegelbau der ehemaligen und neu renovierten Seidenfabrik in der Mollardgasse in Wiens sechstem Bezirk. Ein Besuch der Berlinerin Eva Kaczor brachte die beiden auf die Idee neben klassischen Yogaklassen auch Breathwork anzubieten: »Gemeinsam haben wir Psychedelic Breath® zum ersten Mal 2020 im y.lab praktiziert. Wir hatten das Studio damals gerade erst eröffnet und Eva Kaczor als Gast zu uns eingeladen. Nach dieser besonderen Erfahrung war uns klar, dass Atemarbeit ein zentraler Teil unseres Angebots werden sollte.« Im Anschluss daran absolvierten Fleck und Freidl ihr Teacher Training in Berlin bei Kaczors.
Während der Atempraxis Psychedelic Breath® kann es dazu kommen, dass sich die Frequenzbereich der Gehirnwellen von Beta zu Alpha verändert.
© Sophie NawratilHappy Life Wie läuft die Atemübung im y.lab genau ab?
Carina Fleck und Julia Freidl Unsere Psychedelic Breath® Klassen bestehen aus dynamischen Atemphasen und Momenten des Innehaltens. Der Atemrhythmus kann sich am Beat der Musik orientieren, darf aber vor allem dem eigenen inneren Tempo folgen. So kann die Praxis dabei helfen, sich mit der eigenen Intuition zu verbinden.
Was passiert mit mir und meinem Körper währenddessen?
Obwohl die Atemtechnik an sich sehr simpel ist, können ihre Effekte kraftvoll sein und die eigene Wahrnehmung verändern. Oft löst sich dadurch ein Gefühl des Festgefahrenseins: Das Denken und Fühlen kann sich in neue Richtungen bewegen – dadurch öffnen sich andere Perspektiven. Vielfach erzählen die Teilnehmer*innen von Weitblick, Klarheit und Ruhe, die mitunter noch lange anhalten.
Muss ich mich speziell darauf vorbereiten?
Nein, das ist nicht notwendig. Bequeme Kleidung und ein offener Zugang sind alles, was man für die Praxis braucht.
Wirkt sich die Klasse positiv auf die Gesundheit aus?
Wir sind keine Gesundheitsexpert*innen und wissenschaftlich fundierte Forschung zu dieser speziellen Technik gibt es nicht. Allerdings gibt es einige Effekte, die von vielen Praktizierenden ähnlich erlebt werden. Von gesteigertem Wohlbefinden und einem tiefen Entspannungsgefühl wird uns beispielsweise oft berichtet.
Für wen ist die Klasse nicht geeignet?
Aufgrund ihrer Intensität ist Psychedelic Breath® unter bestimmten Umständen nicht empfohlen: bei Schwangerschaft, Epilepsie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck, wenn man unter Angststörungen oder einer klinischen Psychose leidet, nach Operationen und Knochenbrüchen, bei hohem Augeninnendruck oder im Fall einer Netzhautablösung.