Was steckt hinter Longevity?
Es ist das Buzzword der Stunde auf dem Wellness-, Beauty und Wellbeing-Sektor: die Langlebigkeit. Doch was hat es mit unserer Lebensweise zu tun und inwiefern können Lebensgewohnheiten unsere persönliche Longevity beeinflussen? Ein Blick hinter die körperlichen und seelischen Einflussfaktoren des Top-Trends.
Allgemein gesprochen, heißt Longevity (engl. Langlebigkeit, Anm. d. Red.) das Erreichen eines hohen Lebensalters. Doch sprichwörtlich alt zu werden, bedeutet nicht unbedingt ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Hier kommt nun der Wellbeing-Trend ins Spiel, denn mit dem Buzzword wird vor allem auf die Qualität der jeweiligen Lebensspanne abgezielt. Ernährung, Workout und ein gesundes soziales Umfeld sollen helfen, sowohl die Quantität, als auch die Qualität des Lebens zu steigern.
Longevity und ihre fünf Schlüsselfaktoren
Forscher:innen der renommierten Harvard University haben verschiedene Lebensbereiche untersucht, die sowohl die Dauer, als auch die Lebensqualität beeinflussen. Über 34 Jahre hinweg wurden Männer und Frauen in einer Studie untersucht, aus den Daten haben die Wissenschafter:innen fünf Schlüsselfaktoren für eine langes und glückliches Leben ausfindig gemacht: Gesunde Ernährung, täglich 30-Minuten Aktivsein, einen Body-Mass-Index von 18,5–24,9, kein Rauchen und mäßiger Alkoholkonsum sollen laut Studie zu einem bis zu 14 Jahre längeren sowie gesünderen Leben führen. Die Studie belegt die starke Eigenverantwortung für die Qualität und Dauer des eigenen Lebens.
- Gesunde Ernährung: damit lassen sich Krankheiten wie Bluthochdruck, aber auch Demenz vorbeugen. Besonders zu empfehlen ist der Evergreen Mittelmeerdiät.
- Körperliche Aktivität: Bewegung senkt das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, Osteoporose und auch kognitiven Verfall. 150 bis 300 Minuten pro Woche soll für Sport reserviert werden. Im Alter empfehlen sich zudem Gleichgewichtsübungen wie Tai Chi.
- Körpergewicht: Der gesunde Bereich ist zwar im Rahmen einer Schwankungsbreite individuell, ganz besonders schädlich soll das viszerale Bauchfett sein, das sich im Bauchraum um wichtige Organe legt.
- Rauchfrei leben: Das Rauchen ist ein großer Risikofaktor für Herz-, Krebs und Lungenerkrankungen. Auch chronische Entzündungen und oxidativer Stress werden erhöht.
- Alkoholkonsum: Hier gilt es, Maß zu halten! Denn ein Zuviel an Alkohol zerstört die Leber und fördert eine Vielzahl an Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes.
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Soft Facts für ein langes Leben
Neben den körperlichen Faktoren, erhöhen Soft Facts maßgeblich die Lebensqualität.
- Lebenszweck: Besserer Schlaf, Aktivität, weniger Entzündungen sind einige Auswirkungen von einem Lebenssinn. Soziales Engagement, Kinderbetreuung der Enkel und vergnügliche Hobbies schützen vor Einsamkeit, wirken sich positiv auf die Psyche aus und halten mobil.
- Soziale Verbindungen: Isolation begünstigt nachweislich Krankheiten, ein Sinken der kognitiven Leistung und einen raschen Alterungsprozess.
- Gehirnstimulation: Geistige Anstrengung, wie Rätsellösen oder Fremdsprachen können einen kognitiven Verfall reduzieren. Höhere Bildung und das Ausüben von intellektuell anspruchsvollen Tätigkeiten schützen daher vor einem geistigen Verfall.
- Schlafqualität: Studien weisen darauf hin, dass schlechter Schalft Alzheimer begünstigt sowie Entzündungen im Körper schürt.
- Intervallfasten: Eine zeitweilige, lebenslange Kalorienreduzierung in Form von Fasten erhöht nachweislich die Lebenserwartung und wirkt sich positiv auf Geist und Körper aus.