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© Michael Rathmayer | Jakob Bretterbauer

Zurück zu den Wurzeln: Wurzelgemüse und Kohl

Food
Gesundheit

Lange als Arme-Leute-Essen verpönt, besinnt man sich heute wieder des Wurzelgemüses und Kohls. Neue Rezepte bereichern die Speisekarte genauso wie das Wissen um ihre gesundheitsfördernden Aspekte.

Sie sind wahre Kraftpakete: Vollgepumpt mit Mineralien, einem langen Reigen an Vitaminen und Ballaststoffen fristen Wurzelgemüse- und diverse Kohlsorten, allen voran der Karfiol, kein Schattendasein auf unseren Menüplänen mehr. Heute wissen wir: Ihr Cocktail an besonderen Inhaltsstoffen fördert die Verdauung und wirkt, wechselweise, positiv auf das Immunsystem. Einige Wurzelgemüsesorten liefern zudem auch Spurenelemente wie Zink und Eisen, die für wichtige Körperfunktionen wie Zellteilung und Sauerstofftransport unerlässlich sind. Endlich erkannt, werden sie zunehmend zu Hauptdarstellern in unseren Küchen.

Aus dem Schattendasein enthoben, avancieren diese Gemüsesorten auch ob ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten zu Küchenstars: Man kann sie kochen, braten, grillen oder einfach roh verarbeiten. Viele von ihnen haben einen nussigen Tiefgang mit leichten Umami-Geschmacksnoten, der sie durchaus auch zu einer spannenden Fleischalternative macht.

Die heimischen Superfoods sind gerade in der kalten Jahreszeit ein idealer Begleiter, halten sie uns doch lange satt (Ballaststoffe!) und warm. Und das Beste daran? Die simplen Gemüsesorten sind dankbar in der Verarbeitung. Man kann mit ihnen nichts falsch machen.

© Michael Rathmayer | Jakob Bretterbauer

Rezept: Schmorbraten vom Karfiol mit Waldaromen

Zutaten

  • 1 großer Karfiol
  • 70 g Butter
  • 2 Fichten- oder Tannenzweige
  • 2 Lorbeerblätter
  • 6 Wacholderbeeren
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • 250 g Sauerrahm
  • 2 EL Fischsauce
  • 75 g frisch gerissener Kren
  • 2 EL fein geriebener Ingwer
  • 1 Schuss erstklassiger Apfelessig

Zubereitung

  • Den Karfiol oberhalb des Strunks so abschneiden, dass er gerade noch zusammenhält und eine gerade, flache Oberfläche entsteht. In einem passenden Topf die -Butter aufschäumen und den Karfiol mit der flachen Seite nach unten hineinsetzen.
    Wacholderbeeren andrücken, Knoblauchzehe der Länge nach teilen, den Keim entfernen und alles mit den Lorbeerblättern und einem Fichtenzweig zum Karfiol geben. Deckel draufsetzen und bei kleiner bis mittlerer Hitze für 25–30 Minuten langsam auf der Herdplatte schmurgeln lassen.
  • In der Zwischenzeit die Nadeln des zweiten Fichtenzweigs abrebeln, fein schneiden und mit etwas grobem Salz im Mörser oder in der Gewürzmühle fein mahlen. Sauerrahm mit Fischsauce, Kren und Ingwer vermengen und abschmecken.
    Mit dem Fichtennadelsalz garnieren und beiseitestellen. Den Karfiol, der noch zart knackig sein sollte, mithilfe eines Schaumlöffels aus der Butter heben.
  • Die Hitze kurz hochschalten, Butter und Gewürze mit einem kräftigen Schuss Apfelessig ablöschen und kurz verkochen. Mit wenig Wasser verdünnen, salzen und nochmals kurz aufkochen. Den knappen Bratensaft über den Karfiol geben und mit dem Fichten-Kren-Rahm servieren.

Erschienen in
Falstaff Happy Life Magazin 2/2025

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Melanie Gleinser-Moritzer
Autor
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