Das »Planted Steak« © Planted Foods AG
Kulinarische Innovation: »Planted« stellt veganes Steak vor, das Rindfleisch schon sehr nahe kommt
Das Schweizer Food-Tech-Unternehmen setzt für die Herstellung des pflanzlichen Fleischersatzes auf einen innovativen Fermentationsprozess. Tim Raue und Tim Mälzer servieren das »Planted Steak« in ihren Restaurants.
von Alexander Schöpf
14. März 2024
Die neueste Innovation aus dem Hause »Planted« könnte ein Gamechanger im Bereich Fleischalternativen werden: Das Schweizer Food-Tech-Unternehmen hat mit »Planted Steak« ein Steak auf pflanzlicher Basis entwickelt, für dessen Herstellung ein innovativer Fermentationsprozess entwickelt wurde. Dadurch sei es »saftig und zart« und verfüge über einen »unverwechselbaren Umami-Geschmack«.
»Ausschließlich natürliche Zutaten«
Laut »Planted« wird das vegane Steak ausschließlich aus natürlichen Zutaten wie Sojaprotein, Rapsöl, Bohnen- und Reismehl sowie einer speziellen Mischung aus mikrobiellen Kulturen hergestellt. Darüber hinaus hat es einen hohen Eiweiss- und Ballaststoffgehalt, enthält wichtige Mikronährstoffe wie Vitamin B12 und Eisen und hat einen geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren.
»Unser ›Planted Steak‹ ist so beschaffen, dass es selbst den anspruchsvollsten Gaumen zufriedenstellt. Das ist ein echter Wendepunkt – nicht nur für uns, sondern für die gesamte Branche«, ist Lukas Böni, Mitgründer und Geschäftsleitungsmitglied von »Planted«, überzeugt. »Kein anderes Steak auf pflanzlicher Basis verwendet ausschliesslich natürliche Zutaten, keine Zusatzstoffe und zeichnet sich durch eine derartige Saftigkeit und Zartheit aus. Während des Forschungs- und Entwicklungsprozesses haben wir mit mehr als 50 Gastronom:innen zusammengearbeitet, um ein Steak zu entwickeln, das in puncto Geschmack, Textur, Verarbeitung und Geschmackserlebnis unvergleichlich ist. Wir sind sehr stolz darauf, dass so viele Restaurants es bereits auf ihre Speisekarte gesetzt haben.«
Namhafte Restaurants servieren das vegane Steak
In Deutschland wird das »Planted Steak« ab sofort in Tim Raues Sternerestaurant in Berlin und in der »Bullerei« von Tim Mälzer in Hamburg serviert. In Österreich wird es exklusiv von Burger-Kette »Le Burger« angeboten und in der Schweiz sind namhafte Restaurants wie »Gartenhof«, »Kronenhalle«, »Lindenhofkeller«, »StudioBellerive im Ameron Bellerive au Lac«, »Noa Restaurant Bern«, »Café de Prélaz« und »Kju« mit an Bord.
»Das ›Planted Steak‹ hat eine grandiose Struktur und Textur, sein Biss ist aussergewöhnlich und zusammen mit seinem kernigen Geschmack ist es für uns einfach die beste Zutat für ein veganes Hauptgericht! Es versetzt unsere Gäste ins Schwärmen und sorgt für Begeisterung. Da macht es dem Team in der Küche und auch mir unglaublich viel Spaß damit zu kochen«, zeigt sich Tim Raue begeistert.
Fermentationsprozess lässt Muskelfleisch wachsen
Das »Planted Steak« ist das erste Produkt der »Whole-Muscle«-Plattform von »Planted«, das eine Markteinführung erfährt. Das Food-Tech-Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, so viele verschiedene Produktkonzepte wie möglich auf der Grundlage seiner »Whole-Muscle«-Plattform zu entwickeln, bei der der Muskel durch proprietäre Fermentationsprozesse wächst.
»Das Muskelstück ist vergleichbar mit einem ganzen Lendenstück, was eine Vielseitigkeit und nahtlose Integration in bestehende Fleischverarbeitungsprozesse ermöglicht«, teilt »Planted« mit. Auf diese Weise könne man neue und differenzierte Fleischsorten auf den Markt bringen und sich gleichzeitig an lokale Vorlieben und Geschmäcker anpassen. Fermentation ermöglicht es den Geschmack, die Zartheit und die Vollwertigkeit von Lebensmitteln zu verbessern und zu optimieren. Der Einsatz von Fermentationstechnologie erhofft sich »Planted«, neue saubere und gesunde Proteinquellen zu finden und gleichzeitig den Geschmack und die Natürlichkeit zu verbessern.
Ein Vorteil gegenüber der traditionellen Fleischproduktion besteht in der Ressourcenschonung. Laut »Planted« entstehen bei der Herstellung eines »Planted Steak« im Vergleich zu seinem tierischen Pendant 97 Prozent weniger CO2-Emissionen pro Kilogramm. Zudem benötige es 81 Prozent weniger Wasser als sein tierisches Pendant.
Neue Produktionsstätte
Um die Entwicklung seiner »Whole-Muscle«-Plattform zu beschleunigen, hat die Schweizer Innovationsagentur »Innosuisse« dem Unternehmen im Rahmen des »Swiss Accelerator Programs« Anfang 2023 zwei Millionen Schweizer Franken zugesprochen. Dies ermöglichte es »Planted«, sein Steak auf Fermentationsbasis nun nur ein Jahr später auf den Markt zu bringen, wobei die Einführung über D2C-Kanäle sowie im Einzelhandel in ganz Europa für 2024 geplant ist.
Gleichzeitig mit der Einführung des »Planted Steak« stellt das Schweizer Unternehmen die strategische Erweiterung seiner Produktionskapazitäten durch eine moderne Fermentationsanlage in Kemptthal im Kanton Zürich vor. Die neue Produktionsstätte hat 30 technische und betriebliche Arbeitsplätze geschaffen.
»Die Investition in unsere Expansion ist die Folge einer strategischen Entscheidung, unseren Biotechnologiestandort in Kemptthal auszubauen – von den Labors bis zur Produktion. Unser Ziel ist es, innovative Produkte aus unserer Fermentationsplattform schnell auf den Markt zu bringen, insbesondere unser ›Planted Steak‹, das die derzeit fortschrittlichste und disruptivste Fermentationstechnologie in Bezug auf Skalierbarkeit, Geschmack und Produktqualität nutzt«, erklärt Lukas Böni. »Wir sind stolz, einer der wenigen Innovatoren von Fleisch auf pflanzlicher Basis zu sein, der alle Schritte des Produktionsprozesses übernimmt – von der Forschung und Entwicklung bis zur industriellen Produktion. Die zusätzliche neue Produktionsstätte ermöglicht ›Planted‹ einen sehr schnellen Übergang von der Pilotphase zur industriellen Produktion, was die Zeitspanne bis zur Markteinführung erheblich verkürzt.«
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