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Auf dem roten Teppich: Für Fachgespräche blieb auf der Fachbesucher-Messe »Pur« genügend Zeit.

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10.000 m2 Gastro-Inspiration: Transgourmets »Pur«-Messe stieß an ihre Grenzen

Bestens besucht und mit einem Riesen-Angebot, so zeigte sich die Gastromesse »Pur« in Salzburg. Bisweilen war der Andrang auf in der Messehalle 10 schon fast zu groß. FALSTAFF Profi machte den Messe-Rundgang.

von Roland Graf
08. April 2025

Mit 6.000 bzw. 3.500 Anmeldungen für die zweitägige »Pur« verzeichnete Gastro-Großhändler »Transgourmet« erneut »steigende Besucherzahlen«. Die Halle 10 des Salzburger Messegeländes war spätestens zu Mittag bereits gefüllt mit Gastronomen aus ganz Österreich: Vom Weinviertel (Harald Pollak, »Retzbacherhof«) bis ins Villgratental (Josef Mühlmann, »Gannerhof«) und vom Schneeberg (Christoph Puchegger, »Puchegger Wirt«) bis ins Tannheimer Tal (Christina und Rainer Müller, »Sonnenhof«) informierten sich Köche und Hoteliers über die Neuheiten der 230 Aussteller.

Appetitliche Leistungsschau auf 10.000m²: Die Präsentation des Frischeangebots in Salzburg. © Roland Graf

Umsatz-Wachstum mit Bio

»Mehr geht nicht mehr«, fasste Unternehmenssprecherin Ursula Polymeropulos den Andrang zusammen. Der nächste Schritt sei nur mit einer weiteren Halle zusätzlich zu den aktuellen 10.000 m² möglich. Gleichzeitig unterstrich die Linzerin, dass man von der einstigen Online-Messe abgerückt sei: »Die Pur gibt uns dabei recht«. Aktuell ist »Transgourmet« ohnehin auf einem Höhenflug. Der Jahresumsatz 2024 (896 Mio. Euro) bedeutete ein Plus von drei Prozent. Vor allem sei man auch bei der Qualität gewachsen. »Anders als im Lebensmitteleinzelhandel legte dieses Sortiment im Vorjahr bei uns 12% zu«.

Das bestätigte auch der Bereichsleiter der Premium-Sparte »cook« beim Messerundgang: »Mit neun Prozent Anteil liegt das bei uns doppelt so hoch wie im restlichen Unternehmen«, so Stefan Buczolich. Der Großteil der heimischen Spitzenrestaurant greife auf die Produkte zurück, »70% macht dabei der sensibelste Liefer-Bereich aus – unser Frischesortiment«.

Küchenerlebnis und »little helper«

Wie sich Top-Produkte wie Hamachi, Lachs oder Strohschwein verarbeiten lassen, zeigte das Team um Leo Aichinger mit Gastköchen wie z. B. Hubert WallnerGourmet Restaurant Hubert Wallner«, 99 FALSTAFF-Punkte) oder Zsolt FodorSolo Du«, Bischofswiesen/DE, 90 FALSTAFF-Punkte) vor Ort.

An Neuheiten gab es bei der Messe einiges zu erleben, vom Dürum, das für den wachsenden Ethno-Küchen-Bereich steht (national ein 100 Mio. schweres Marktsegment), bis zum Wein-Schwerpunkt von »Trinkwerk«. Der liegt beim deutschen Riesling, für das man mit Gut Hermannsberg und Bio-Vorreiter Clemens Busch zwei Schwergewichte listen konnte. Entsprechend stark war auch der Weinfokus bei den Meisterklassen, die Andreas Haider vorstellte. »Das Format einer Sommelier-Battle ist auch für uns neu«, ließ er u. a. 20 Weinfachleute in einer Blindverkostung gegeneinander antreten.

Für das schwierige Thema Personalmangel hatte hingegen Stephan Helber einige Angebote in Salzburg parat. »Es geht nicht darum, den Koch zu ersetzen, sondern ihn zu unterstützen«, leitete er die Präsentation der Convenience-Lösungen (von »Smart Cuisine«) ein. »Die Preis-Sensibilität steigt, das sehen wir auch bei der Nachfrage nach unserem Einstiegssortiment«, kommentierte Ursula Polymeropulos die aktuelle Entwicklung der Nachfrage.

Innovatives Master Class-Programm von Andreas Haider: Reifes aus der Steiermark, Barista-Tricks von Benjamin Graf und Winzerchampagner, kommentiert von Moritz Huth. © Roland Graf

Reifes im eigenen Winzerdorf

Flankiert wurden die 20 Eigenmarken-Stände von einem eigenen »Winzerdorf«, in dem es 100 Weingüter zu verkosten gab. Besonders spannend dabei: Jeder Weinbauer hatte auch eine gereifte Abfüllung am Start – ein Schwerpunkt, der auch von der »Archiv«-Verkostung der STK-Winzer unterstützt wurde. Den reifen Schönheiten widmeten sich am ruhigeren »Sommeliertag« die Kenner ausführlich. Schließlich stellte der auch um Spirituosen verstärkte Schwerpunkt schon fast eine eigene Messe dar.

Bio-Angebote der Eigenmarke Vonatur – in der Topgastronomie macht der Bioanteil des Transgourmet-Sortiments bereits 9% aus. © Roland Graf

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