Karin Niederer, Managing Partnerin Kohl & Partner © Hannes Pacheiner

Karin Niederer, Managing Partnerin Kohl & Partner

© Hannes Pacheiner

Karin Niederer: »Durch Angebote im und rund um den Wald können sich Betriebe und Regionen von anderen Destinationen abheben«

PROFI stellt drei Fragen an Karin Niederer, Managing Partnerin Kohl & Partner, zum Thema Wald: USP für Hotels, wie Wetter Waldbaden beeinflusst und wo man sich als Waldbademeister:in oder Naturführer:in ausbilden lassen kann.

von Nicola Afchar-Negad
20. November 2023

PROFI: Halten Sie es für eine gute Idee, den Wald als USP zu positionieren?
Karin Niederer: Ja, das ist in jedem Fall sinnvoll und kann – je nach Lage und Positio­nierung des Hotels oder der Region – entweder ein Angebotsbaustein im Bereich Wellbeing sein oder auch zum USP werden. Beispiel Waldbaden: dieses Angebot gibt es seit 1986 und die positive Wirkung des Waldes wurde ja mehrfach in wissenschaftlichen Studien belegt. Durch Angebote im und rund um den Wald können sich Betriebe und Regionen von Destinationen abheben, die diese natürliche Ressource nicht haben. Und das Schönste: es kostet nichts extra, da der Wald bei vielen direkt vor der Tür ist. Wichtig ist natürlich eine rechtliche Abklärung mit den Waldbesitzer:innen – und den Teilneh­mer:innen müssen die Wald­-Spielregeln erklärt werden.

Wald-Spa: Ein gutes Thema, hier am Beispiel »Forsthofgut«. Foto beigestellt
Wald-Spa: Ein gutes Thema, hier am Beispiel »Forsthofgut«.
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Und die in Mitteleuropa oft instabile Wetterlage?
Waldbaden ist ein Ganzjahres­-Thema, wenngleich der Fokus auf Frühling bis Herbst liegt. Aber: Gerade, wenn es regnet oder geschneit hat, entfalten sich neue spannende Düfte und Farbspiele. Ein anderes Beispiel: Barfuß­-Gehen am nassen Wald­ oder Moosboden.

Wo finden Hotels, die eine:n Mitarbeiter:in als Waldbademeister:in oder Naturführer:in ausbilden lassen möchten, eine anerkannte Ausbildungsstätte?
Wenn Angebote durchgeführt werden, dann nur mit fundiert­-fachlichem Background. Zwei unserer Kolleginnen bei Kohl & Partner haben ihre Waldbadetrainer­-Ausbildung zum Beispiel bei www.waldwelt.at gemacht. Eine professionelle Ausbildung erkennt man an folgendem: Wer bildet aus, woher hat diese Person ihr Know­how, wie lange dauert die Ausbildung, welche theoretischen und praktischen Inhalte werden vermittelt und gibt es einen Abschluss?

Waldküche: Die Vollendung: das Wacholderlamm aus dem »Forestis« in Südtirol. Foto beigestellt
Waldküche: Die Vollendung: das Wacholderlamm aus dem »Forestis« in Südtirol.
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Erschienen in

Falstaff Profi Magazin

Sep./Nov. 2023

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