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Butter ohne Kühe: Darum setzt Bill Gates auf synthetisches Fett

Butter
Landwirtschaft
Nachhaltigkeit

Ein Start-up in den USA zeigt, wie man Butter völlig neu denken kann – ohne tierische Produkte oder pflanzliche Öle.

Ob auf dem Brot, im Gebäck oder zum Kochen der Griff in der Küche ist entweder zum Öl oder zur Butter. Laut dem Nachrichtenportal CBS-News wollte das junge Unternehmen »Savor« genau hier ansetzen und eine Technologie nutzen, um tierähnliche Fette aus Kohlen- und Wasserstoff herzustellen. Die Idee dahinter?

Die Umweltbelastung durch die traditionelle Landwirtschaft zu reduzieren. Anstatt mithilfe traditioneller Landwirtschaft entsteht das (Streich-)Fett also direkt aus CO2 und Wasserstoff – eine nachhaltige Alternative zu herkömmlicher Butter, so der Gedanke. Das Konzept überzeugte auch den Microsoft-Milliardär Bill Gates, der das Start-up unterstützt, um zu zeigen, dass nachhaltige Ernährung nicht nur möglich, sondern auch gut schmecken kann.

Künstliche Butter – geht das denn?

Um die neue Butter herzustellen, nutzt das Unternehmen einen thermochemischen Prozess, der die klassische Tier- und Pflanzenproduktion ersetzt. Dabei werden CO2 aus der Luft und Wasserstoff aus Wasser gewonnen, erhitzt und oxidiert, um die enthaltenen Fettsäuren zu isolieren und daraus Fett zu formen. Gates betont in einem Post auf der Social Media Plattform »X«, dass so echte Fette entstehen – ganz ohne Tiere oder Pflanzen.

Aber wie steht es um den Geschmack? Die Reaktionen im Netz fallen gemischt aus. Auf der Website wirbt das Unternehmen mit »vollwertigen Lebensmitteln – ohne Tiere, Felder, Dünger, Hormone oder Antibiotika. Echte Fette, keine Ersatzstoffe.« Trotzdem finden viele Nutzer die Butter »abstoßend« oder »komisch«.

Lösung für Klimakrise

Auch Starkoch Andrew Gruel äußerte Kritik: Für ihn wirkt die Herstellung künstlich und unnötig, da Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff zu Fettmolekülen kombiniert und so bearbeitet werden, dass sie wie Butter schmecken – obwohl es bereits herkömmliche Butter gibt.

Gates jedenfalls sieht darin dennoch ein großes Potenzial: Die Umstellung auf im Labor hergestellte Fette und Öle könnte den CO2-Fußabdruck deutlich senken und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die fertige Butter enthält kein Palmöl und wird derzeit in Restaurants und Bäckereien getestet. Geplant ist eine Markteinführung 2027.


Redaktion
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