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Nutella bringt vegane Alternative auf den Markt

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Die pflanzliche Variante von Nutella soll zunächst im Herbst in Italien eingeführt werden, ein Starttermin für Deutschland ist noch unklar. Viele Veganer begrüßen die Produktneuheit, doch die umstrittene Verwendung von Palmöl bleibt ein Kritikpunkt.

Ferrero, der Hersteller des beliebten Nuss-Nougat-Brotaufstrichs Nutella, hat die Einführung einer veganen Version angekündigt, die voraussichtlich diesen Herbst zunächst in Italien auf den Markt kommen soll. Diese Produktneuheit sorgt für große Aufregung und unterschiedliche Reaktionen unter Verbrauchern und Umweltschützern gleichermaßen.

Nutella ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil vieler Frühstückstische weltweit. In Deutschland wird pro Kopf jährlich etwa ein Kilogramm des süßen Brotaufstrichs konsumiert, wie der Spiegel berichtet. Ob auf Brot, im Kuchen, zu Pfannkuchen oder pur gelöffelt – Nutella erfreut sich größter Beliebtheit und hat sich stets gegenüber der breiten Auswahl an Nuss-Nougat-Cremes durchgesetzt.

Palmöl bleibt Bestandteil

Bisher mussten Veganer jedoch auf Nutella verzichten, da das Produkt Milchpulver enthält. Ferrero hat nun auf diese Nachfrage reagiert und eine pflanzliche Variante entwickelt. Der CEO der VéGé-Gruppe, Giorgio Santambrogio, verkündete auf der Plattform LinkedIn stolz: »Nutella verändert sich, entwickelt sich weiter und hier ist die Einführung von Nutella Plant based.« Diese Nachricht wurde von zahlreichen italienischen Medien sowie der Lebensmittelzeitung bestätigt.

Während die Einführung einer veganen Nutella-Variante von vielen gefeiert wird, gibt es auch kritische Stimmen. Ein Hauptkritikpunkt bleibt die Verwendung von Palmöl. Ferrero steht seit Jahren wegen des Einsatzes von Palmöl in der Kritik, da der Anbau von Ölpalmen in vielen Ländern zur Abholzung großer Regenwaldflächen führt und erhebliche ökologische und soziale Probleme verursacht. Auch die Verbraucherzentrale warnt vor den gesundheitlichen Risiken von Palmöl.

Nachhaltigere Alternative

Der neue vegane Brotaufstrich wird laut Ferrero dieselbe cremige Konsistenz und den vertrauten Geschmack bieten wie die klassische Nutella. Allerdings wird das Milchpulver durch eine bisher unbekannte Zutat ersetzt. Der Einsatz von Palmöl bleibt jedoch bestehen, was Umweltschützer enttäuscht, die auf eine nachhaltigere Alternative gehofft hatten.

Die vegane Nutella-Variante soll zunächst in Italien erhältlich sein, ein genaues Datum für die Einführung in Deutschland ist noch nicht bekannt. Medienberichten zufolge hat Ferrero Deutschland im Dezember 2023 eine Wort-Bild-Marke für die sogenannte »plant-based Variante« beim Patentamt angemeldet. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass auch deutsche Verbraucher bald in den Genuss der veganen Nutella kommen könnten.

Ferrero feiert in diesem Jahr zudem das 60-jährige Jubiläum der Marke Nutella, die seit den 1960er Jahren die Frühstückstische erobert hat. Die Einführung der veganen Variante könnte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens darstellen und den Markt für pflanzliche Produkte weiter bereichern.


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Redaktion
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