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© Shutterstock (Symbolbild)

Cold Brew selbst machen: So gelingt der Kaffeetrend zu Hause

Kaffee
Tipps

Kalter Kaffee? Weg damit! Zumindest galt das bisher. Cold Brew stellt diese Regel auf den Kopf: Statt heiß gebrüht und abgekühlt wird der Kaffee ganz bewusst mit kaltem Wasser zubereitet.

Kaffee und Eiswürfel? Das ist noch lange kein Cold Brew. Wie der Name schon verrät, steckt dahinter eine besondere Zubereitungsmethode: Dabei werden grob gemahlene Kaffeebohnen über viele Stunden in kaltem Wasser extrahiert – ganz ohne heißes Aufbrühen.

Das Ergebnis ist ein besonders milder und vollmundiger Kaffee mit einem runden Aroma. Auch wenn Cold Brew oft mit Specialty Coffee verbunden wird, lässt er sich mit wenigen Mitteln ganz einfach zuhause zubereiten. Falstaff hat sich angesehen, worauf es ankommt und welches Equipment dafür wirklich nötig ist.

Welche Kaffeesorte eignet sich am besten?

Für Cold Brew eignen sich besonders gut hell bis mittel geröstete und auch Arabica-Bohnen. Durch die lange Extraktion in kaltem Wasser können sich ihre Aromen entfalten – manchmal mit Noten von Schokolade, Karamell oder Nüssen und einer milden Säure. Wer seinen Cold Brew lieber fruchtiger mag, kann auch zu spezielleren und helleren Röstungen greifen. Entscheidend ist außerdem der Mahlgrad: Grob gemahlene Bohnen sorgen dafür, dass sich die Aromen langsam lösen und möglichst wenige Bitterstoffe entstehen.

Wie ist das Verhältnis von Kaffee zu Wasser?

Das ideale Verhältnis von Kaffee zu Wasser hängt davon ab, ob man einen klassischen Cold Brew oder ein Konzentrat zubereiten möchte. Als guter Ausgangspunkt gilt ein Verhältnis von etwa 1:8 – also ein Teil Kaffee auf acht Teile Wasser. Wer ein kräftigeres Konzentrat bevorzugt kann auch mit einem Verhältnis von 1:5 oder 1:6 arbeiten und es in späterer Folge mit Wasser oder Milch verdünnen. Wichtig ist vor allem die Zeit. Dafür sollte die Mischung 12 bis 24 Stunden ziehen.

Wie grob soll der Kaffee sein?

Für Cold Brew sollten grob gemahlene Kaffeebohnen verwendet werden – die Konsistenz sollte etwa an grobes Meersalz erinnern. Ein zu feiner Mahlgrad kann dazu führen, dass sich der Kaffee schwerer filtern lässt und mehr Bitterstoffe extrahiert werden. Ganze Bohnen eignen sich ebenfalls nicht für Cold Brew, da ihre geringe Oberfläche eine gleichmäßige Extraktion verhindert und sich die Aromen im kalten Wasser nur unzureichend lösen können.

Welches Equipment wird benötigt?

Für einen selbst gemachten Cold Brew braucht es gar nicht viel: Neben grob gemahlenem Kaffee und kaltem Wasser reichen ein großes Gefäß zum Ziehenlassen, ein Filter – zum Beispiel ein Kaffeefilter oder Passiertuch – und eine Flasche oder ein Glas zur Aufbewahrung. Eine Küchenwaage hilft dabei, das Verhältnis von Kaffee und Wasser genau zu treffen. Wer Cold Brew öfter zubereitet, kann sich auch einen speziellen Cold-Brew-Maker zulegen, der das Ziehenlassen und spätere Filtern noch einfacher macht.

Gefiltert wird schließlich erst nach der langen Ziehzeit. Sobald der Kaffee sein Aroma an das Wasser abgegeben hat, werden die Kaffeepartikel herausgefiltert – so entsteht ein klarer, vollmundiger Cold Brew ohne störende Schwebstoffe. Wichtig ist, den Kaffee nach der Ziehzeit vom Kaffeesatz zu trennen. Sonst können sich zusätzliche Bitterstoffe lösen und den Geschmack verändern. Danach kommt der fertige Cold Brew in eine Flasche oder ein Glas und wartet im Kühlschrank auf seinen Einsatz.

Wie wird er serviert?

Cold Brew wird meist gut gekühlt und auf Eis serviert. Je nach Geschmack kann er pur genossen oder mit einem Schuss Wasser, Milch oder pflanzlichen Alternativen verdünnt werden. Besonders bei Cold-Brew-Konzentrat ist das Verdünnen eher gängig, so kann die Intensität individuell angepasst werden. Für zusätzliche Aromen sorgen Varianten mit Sirup, Gewürzen oder einem Schuss Tonic Water – auch als erfrischender Cold-Brew-Tonic ist die Kaffeespezialität beliebt.

Redaktion
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