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© Falstaff

Seele bewahrt, Glanz erneuert: Das »Café Bräunerhof« ist zurück

Wien
Kaffee

Aufgefrischt, aufgepolstert und mit erweiterter Speisekarte: Beim neuen »Bräunerhof« in Wien ist vieles beim Alten geblieben – nur besser. Die Gastgeberfamilien Plachutta und Friese haben die Kaffeehaus-Ikone neu belebt.

Das legendäre »Café Restaurant Bräunerhof« in Wien hat eine neue Zukunft. Nach umfassender Renovierung unter minutiöser Beachtung des Denkmalschutzes öffnete das Haus erneut seine Türen – mit glänzenden Lampen, frisch gepolsterten Sitzbänken und dichter Speisekarte. Der »Bräunerhof« soll ein Ort für Stammgäste und neue Generationen bleiben, betonten die neuen Betreiber, Familie Plachutta und Friese, bei der großen Eröffnungsfeier am Mittwoch. Nach Monaten aufwendiger Renovierungsarbeiten zeigt sich Thomas Bernhards Stammcafé von seiner schönsten Seite, samt legendärer Telefonzelle neben der Theke.

»Als Wiener Bürgermeister bekommt man viele Ratschläge, wie man traditionelle Betriebe erhalten soll. Aber nur selten sagen Menschen, dass sie bereit sind, eigenes Geld und Risiko einzusetzen«, so Dr. Michael Ludwig. Die Einstandsmelange zog der Bürgermeister dann höchstpersönlich – unter Anleitung von Christoph Plachutta, der die Kaffeehausikone für eine neue Generation attraktiv machen will. An der Speisekarte macht sich das an den vielen veganen Optionen und Latte-Varianten bemerkbar. »Wir wollen hier jeden willkommen heißen. Wir sind ein Platz für die Stammgäste, die schon seit Jahrzehnten herkommen und in der Zeitung lesen. Ich glaube, das, was sie damals am Café Bräunerhof geschätzt haben, bleibt bestehen. Und für die junge, nächste Generation wollen wir natürlich auch ein Ort sein – wo man Freunde treffen kann, mit der Familie herkommen kann, mit der Partnerin oder dem Partner, oder vielleicht auch ein missglücktes Tinder-Date überstehen kann«, so Christoph Plachutta.

Das Wohnzimmer Wiens eröffnet wieder

Das gesamte Haus steht unter Denkmalschutz, jeder Schritt musste mit großer Sorgfalt erfolgen. Handwerker und Fachbetriebe arbeiteten über Monate hinweg an der behutsamen Erneuerung. Ziel war es, den Charakter des Hauses zu bewahren und zugleich zeitgemäße Standards zu erfüllen. »Was neu ist, können Sie nicht sehen, weil es in den Wänden steckt. Das ist modernste Technik«, erklärt Peter Friese. Und auf dem Teller, in den Häferln und in der Speisekarte sieht man die Handschrift der zwei Profi-Gastgeber: »Küche, Pâtisserie und Service sind auf einem neuen Niveau«.

»Das ist ein Herzensprojekt – und die Stadt Wien hat hier wieder ein gastronomisches Aushängeschild dazugewonnen«

Mario Plachutta

Mario Plachutta

Wenn eine Grand Dame wiedererwacht, ist das Haus voll. Zur Eröffnung kam das Who's Who der Wiener Gastroszene, Politik und Wirtschaft. »Das Café Bräunerhof ist eine Wiener Kaffeehaus-Ikone, und es freut mich besonders, dass wir das gemeinsam mit der Familie Friese machen durften. Es ist ein Herzensprojekt – und ich glaube, die Stadt Wien hat hier wieder ein gastronomisches Aushängeschild dazugewonnen«, so Mario Plachutta im Gespräch mit Falstaff.

Ab sofort kann man sich selbst ein Bild vom neuen »Bräunerhof« machen - täglich von 8 bis 22:30, Frühstück gibt es bis 11:30, an Wochenende und Feiertagen bis 14 Uhr. Wechselnde Tagesgerichte und die üppige Speisekarte und Tortenvitrine zeigen: Das Warten auf das große Comeback hat sich gelohnt. 


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