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4,50 Euro für einen Espresso? Wo Gäste im Restaurant die Reißleine ziehen

Kaffee
Restaurant
Preiserhöhung

Eine neue Umfrage zeigt, dass viele Gäste beim Espresso schneller aussteigen als erwartet – und dass die Preisgrenze in der Gastronomie offenbar deutlich früher erreicht ist, als es die aktuellen Kartenpreise vermuten lassen.

Wie viel darf ein Espresso im Restaurant kosten, bevor Gäste ihn nicht mehr bestellen? Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Zahlungsbereitschaft hat eine klare Obergrenze – und die liegt spannenderweise konkret bei 4,50 Euro.

Grundlage ist der neue Kaffeereport von Tchibo, brand eins und Statista. Dafür wurden rund 1.500 Kaffeetrinkerinnen und Kaffeetrinker in Deutschland befragt.

Im Durchschnitt geben die Befragten 4,50 Euro als akzeptablen Preis für einen Espresso im Restaurant an. Wird dieser Wert überschritten, würden 46 Prozent der Gäste darauf verzichten.

Auch innerhalb der Altersgruppen zeigen sich Unterschiede: Die 66- bis 75-Jährigen sehen ihre Obergrenze bereits bei vier Euro, während die 18- bis 21-Jährigen bis zu fünf Euro akzeptieren.

Unterschiedliche Preisniveaus in Europa

Im europäischen Vergleich wird deutlich, wie stark die Preise auseinandergehen. Laut der Datenbank Numbeo kostet ein Cappuccino in Italien im Schnitt 1,74 Euro, in Dänemark hingegen 5,65 Euro. Deutschland liegt mit 3,57 Euro im oberen Mittelfeld der 27 EU-Staaten. In vielen Ländern sind die Preise zudem im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Auch außerhalb der Gastronomie hat sich das Preisniveau deutlich verändert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist Bohnenkaffee im April 2026 im Durchschnitt 57 Prozent teurer als im Jahr 2020.

In der Folge geben 47 Prozent der Befragten an, Kaffee inzwischen als Luxusgut zu betrachten. 31 Prozent sagen, dass sie stärker auf den Preis achten. Das zeigt sich auch im Einkaufsverhalten: 85 Prozent kaufen Kaffee gezielt im Angebot, nur vier Prozent geben an, unabhängig von Rabatten zu kaufen. Im Schnitt trinken die Befragten 3,2 Tassen pro Tag. Zwei Drittel können sich ein Leben ohne Kaffee nicht vorstellen. Rund 40 Prozent sagen, dass sie Kaffee auch dann weiter konsumieren, wenn er teurer wird, als ihnen lieb ist.

Filterkaffee vor Vollautomat

Bei der Zubereitung zuhause liegt Filterkaffee mit 47 Prozent an der Spitze. Es folgen Caffè Crema mit 38 Prozent und Cappuccino mit 34 Prozent. Die klassische Filtermaschine (43 Prozent) und der Vollautomat (42 Prozent) liegen bei der Nutzung inzwischen fast gleichauf.


Redaktion
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