Patron des Grossauer-Gastronomieunternehmens Franz Grossauer im Zentrallager, das seine Pforten für Kunden öffnet.

Patron des Grossauer-Gastronomieunternehmens Franz Grossauer im Zentrallager, das seine Pforten für Kunden öffnet.
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Grossauer kocht für Bedürftige in Graz

Das Grazer Gastrounternehmen beliefert an zwei Tagen pro Woche die Caritas-Notschlafstelle »Arche 38« der Diözese Graz-Seckau mit Menüs.

Im Grossauer-Zentrallager in der Grazer Kalvarienbergstraße lagern Produkte und Lebensmittel im Wert von tausenden Euro, die durch die behördlichen Schließungen nicht mehr für ihre geplante Verwertung genutzt werden können. Aber: »Wegwerfen ist keine Option für uns!«, sagt Franz Grossauer. So hat man bereits kurz nach den Reglementierungen die Initiative ergriffen und die Bewohner in der Kalvarienbergstraße rund um die Zentrale mit kostenlosen Lebensmitteln versorgt.

Auch in der Krise geht es weiter

Doch auch in der zentralen Produktionsküche wird weitergearbeitet. Mehrmals pro Woche werden an verschiedene Grazer Einrichtungen fertige Speisen und Menüs geliefert bzw. von diesen abgeholt. Eine davon ist die Caritas-Notschlafstelle »Arche 38« der Diözese Graz-Seckau. »Zweimal pro Woche kochen wir für die Bewohner der Arche. Das ist uns ein wichtiges Anliegen – schließlich darf man in Zeiten wie diesen auch nicht auf jene vergessen, denen es schon vor der Krise schlecht ging«, sagt Grossauer.

Groß ist die Begeisterung auch bei Caritas-Direktor Herbert Beiglböck: »Normalerweise versorgen wir die Bewohner der ›Arche 38‹ im Marienstüberl. Derzeit bleiben die Bewohner aber aufgrund der Ausgangsbeschränkungen auch tagsüber in der ›Arche 38‹ und erhalten dort ein Mittagessen. Daher sind wir der Familie Grossauer sehr dankbar, dass wir diese tollen Speisen abholen dürfen. Ich finde es großartig, dass ein Unternehmen, das durch die Maßnahmen selbst schwer betroffen sind, dennoch an andere denkt.«

Andreas Gölles und Franz Grossauer in der Küche.
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Andreas Gölles und Franz Grossauer in der Küche.

Öffnung des Zentrallagers

Des Weiteren öffnet das Zentrallager seine Pforten. Bestellungen werden telefonisch oder per Mail unter office@grossauer.co.at angenommen. Die Abholung ist montags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 12 Uhr in der Kalvarienbergstraße 121 in Graz möglich. Der Grossauer-Online-Shop bietet nicht nur wie gewohnt Genussprodukte, sondern neu auch verschiedene Pakete mit fertigen Signature-Gerichten.

»So versuchen wir, das Beste aus der Situation zu machen. Natürlich wurde auch keiner unserer Mitarbeiter gekündigt, wir haben rund 90 Prozent der Angestellten auf Kurzarbeit umgestellt«, beschreibt Grossauer. »Aber wenn die Schließungen noch zwei Monate oder mehr andauern, dann werden wir – wie wohl fast alle Gastronomen – ein Problem haben. Ich hoffe, dass die Maßnahmen schnell greifen und wieder Normalität einkehrt.«

www.grossauer.co.at

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