»Mamas Café«: Wo Alleinerziehende einen neuen Anfang wagen
Mitten in der Wiener Innenstadt bietet »Mamas Café« mehr als Frühstück und Kaffee: Es ist ein Ort der Arbeitsintegration für alleinerziehende Frauen – jetzt wurde renoviert und neu eröffnet.
Seit Februar 2025 gibt's das Café – zunächst leise, ein Soft Opening. Doch was hier im Rahmen der St. Elisabeth-Stiftung entstanden ist, trägt große Wirkung: Alleinerziehende Mütter, viele mit Flucht- oder Migrationserfahrung, finden hier nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern ein unterstützendes Umfeld, das ihnen den Weg in die Eigenständigkeit ebnen soll.
Unser Ziel war und ist, den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern – mit echter Bezahlung, aber auch mit Herz und Rückhalt.
Katarzyna Kuban, die das Projekt mitbegleitet
»Ein überwältigender Moment«
»Mamas Café« ist ein sogenanntes Social Business: Nicht der Gewinn steht im Vordergrund, sondern der gesellschaftliche Mehrwert. Alle Einnahmen fließen direkt zurück ins Projekt. Gerade frisch renoviert, zeigt sich Mamas Café »heller denn je« – mit neuem Eingangsbereich und neuen Fenstern. Kulinarisch erwartet die Gäste ein liebevoll kuratiertes Angebot mit saisonalen Highlights: hausgemachte Speisen, vegane Spezialitäten wie das Brot »Mama Sara« oder der »Mamas Vanille Latte«, der sich bereits einen Namen als einer der entzückendsten Kaffees der Stadt gemacht hat.
Bei der feierlichen Eröffnung wurde gesegnet und natürlich auch gemeinsam gefeiert. »Es sind die Menschen, die ein Projekt wie dieses lebendig machen. Es war ein überwältigender Moment«, so Kuban.
Trägerin des Cafés ist die »Mamas GmbH«, ein Teil der St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien. Finanziert wurde die Umsetzung zu Beginn über eine Vielzahl von Unterstützer:innen – private Spender:innen, Unternehmen, Sachspenden und freiwillige Helfer:innen. Heute soll sich das Café möglichst selbst tragen.
Unterstützung, die bleibt
Was bedeutet das konkret für die Frauen, die hier arbeiten? Im Café übernehmen sie Aufgaben in Küche und Service, immer begleitet von Arbeitsanleiter:innen, die fachlich und persönlich unterstützen. »Ob der erste Cappuccino mit Latte-Art oder das selbstbewusste ›Schlagobers dazu?‹ – bei uns sind kleine Erfolge groß«, sagt Kuban. Parallel dazu werden die Mütter von Integrationsberaterinnen begleitet, die gemeinsam mit ihnen den Weg aus der Arbeitslosigkeit und in ein selbstbestimmtes Leben gestalten.
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies auf vielen Wegen tun: durch Besuche, Weitererzählen, Spenden, Bewertungen oder freiwilliges Engagement.
1010 Wien
Österreich