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© Raimo Rudi Rumpler

Neue »l'autentico«-Pizzeria in Wien-Neubau eröffnet mit einer Besonderheit

Wien
Neueröffnung
Pizza

In Neubau eröffnet der bisher größte Standort mit neuem Aperitivo-Konzept – und einer besonderen Auszeichnung aus Italien.

Kann es je genug gute Pizzalokale geben? In Wien scheint die Antwort eindeutig Nein zu sein, vor allem was echt neapolitanische Pizza angeht. In Neubau eröffnet am 29. November das inzwischen fünfte »l'autentico« in der Schottenfeldgasse 22.

Es ist das bisher größte Lokal von André und Sandro Gargiulo. Das Grundrezept, original neapolitanische Pizza, ist gleich geblieben, ein wenig angepasst hat man es für Neubau dann aber doch.

Das Barkonzept wurde um eine Aperitivo-Stunde (immer Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr) ergänzt, zu den Cocktails und Spritz-Varianten (auch alkoholfrei) werden wie in Italien automatisch Oliven und Trüffelsalami serviert – oder man bestellt gleich einen Aperitivo-Turm. Mit Barchef Dejan Trifunovic (ehemals »Loos Bar« oder »Albertina Passage«) hat man einen Experten hinterm Tresen stehen.

Schlimmer als Pizza mit Ananas

Die Italiener sind wie keine andere Nation dafür bekannt, ihre Originalrezepte gegen frevelhafte Abweichungen zu verteidigen (Stichwort Carbonara). Eine besondere Ehre also, dass das fünfte »l'autentico« als erster DOC-Standort (Denominazione di Origine Controllata) außerhalb Italiens Pizzaioli ausbilden darf.

Noch außergewöhnlicher: Man hatte sich dafür gar nicht beworben, die »Associazione Verace Pizza Napoletana« (The True Neapolitan Pizza Association) wurde auf den Luigi Tesoro, Chef-Pizzaiolo des »l'autentico«, aufmerksam.

Bei ihm können Interessierte ab 2025 im ersten Stock des Restaurants bei Workshops Pizzabacken lernen – und was er für ein größeres Verbrechen als Pizza mit Ananas hält: Meeresfrüchte-Belag, doppelt schlimm mit Mozzarella dazu. Für Fisch auf der Pizza gilt: Tunfisch kommt nur auf eine Pizza Bianche, also ohne Tomatensauce, und wird kalt belegt. Sardellen gehören nur auf die Pizza Napoli, die im Grunde eine Pizza Marinara ist.

Expansion in Zeiten der Wirtschaftsflaute

Österreichs Wirtschaft will nicht so recht anspringen und Konsumenten halten sich beim Geld ausgeben zurück. Wie es kommt, dass Andre und Sandro Gargiulo dennoch ihr fünftes Lokal eröffnen können? »Wir haben uns einen Namen gemacht und gut gewirtschaftet. Mit unserem ersten Standort in der Grinzinger Allee waren wir bei der Renaissance der Pizza von Anfang an dabei. Aber vor allem erfüllen wir die Erwartungen. Man muss konstant gute Leistung bringen.«

Verena Richter
Chefin vom Dienst
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