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© Unsplash / Waldemar

Pfandspenden statt Müll: Innsbruck startet soziales Umweltprojekt

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Mit Pfandringen und Sammelinseln will Innsbruck nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch Menschen unterstützen, die auf Pfandeinnahmen angewiesen sind. Ab Sommer testet die Stadt das Projekt.

Ab Sommer 2025 setzt Innsbruck ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt. Mit einem Pilotprojekt testet die Tiroler Landeshauptstadt neue Sammelstellen für Einwegpfandflaschen und -dosen. Auch Linz plant erste Maßnahmen. Anstatt die Gebinde in den Müll zu werfen, sollen sie künftig in speziell eingerichteten Pfandringen oder Sammelinseln abgelegt werden können – als stille Spende für Menschen, die auf das Pfandgeld angewiesen sind.

Zwei Systeme im Testbetrieb

Die Stadtverwaltung in Innsbruck erprobt zwei Varianten, so laut ORF-Bericht: Pfandringe, die direkt an öffentlichen Mistkübeln angebracht werden, sowie freistehende Pfandinseln. Beide ermöglichen es Passant:innen, ihre leeren Pfandflaschen und Dosen sichtbar und getrennt vom Abfall zu hinterlassen. Auf diese Weise müssen Bedürftige nicht mehr in Mülltonnen nach verwertbaren Behältern suchen – eine würdevollere Alternative, die zugleich einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Zunächst werden zwei Pfandinseln auf der Franz-Gschnitzer-Promenade (»Sonnendeck«) sowie acht Pfandringe an stark frequentierten Orten wie dem Marktplatz, dem Alois-Lugger-Platz und im Olympiapark installiert. Die Erkenntnisse aus der Testphase sollen über eine mögliche Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet entscheiden.

Recyclingquote soll steigen

Seit Anfang 2025 gilt in Österreich das neue Einwegpfandsystem, das für Kunststoff- und Aluminiumverpackungen ein Pfand von 25 Cent vorsieht. Ziel ist es, die Rückgabequote dieser Verpackungen deutlich zu erhöhen – auf mindestens 80 Prozent bis Jahresende. Dennoch landen viele Gebinde nach wie vor achtlos im Müll oder auf der Straße.

Das Innsbrucker Pilotprojekt will hier ansetzen und ein niederschwelliges Angebot schaffen: Wer das Pfand nicht einlösen möchte, kann es direkt im öffentlichen Raum spenden. In Wien sind vorerst keine Pfandringe an öffentlichen Mistkübeln geplant, so laut Standard – »aus optischen und hygienischen Gründen« lehnt die Stadt solche Sammelhilfen entschieden ab.


Redaktion
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