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Keine Bestnote: Das kommt laut neuer Studie in den Schulen auf die Teller

Mittagessen
Wissenschaft

Fast alle Volksschulen in Österreich bieten mittlerweile Mittagessen an. Der neue Schulessensbericht zeigt, wer darüber bestimmt und welche Gerichte auf den Tisch kommen.

Etwa jedes zweite Volksschulkind in Österreich – rund 190.000 Schüler:innen – besucht die Nachmittagsbetreuung und isst damit auch mittags in der Schule. Wer dabei über den Speiseplan entscheidet, liegt jedoch nur selten in der Verantwortung der Schule selbst: In gerade einmal jeder 25. Volksschule bestimmt die Direktion, in etwa jeder fünften Schule übernehmen diese Aufgabe die Freizeitpädagog:innen.

Klarheit darüber, wie die Mittagsverpflegung an Volksschulen insgesamt organisiert ist, bringt der erste österreichweite Schulessenreport des vorsorgemedizinischen Instituts SIPCAN in Salzburg. Für die Studie wurden zwischen April und Juni 2025 insgesamt 351 Volksschuldirektor:innen telefonisch mit einem standardisierten Fragebogen befragt.

Mittagsmenüs nicht optimal

Die Auswahl der Schulen erfolgte nach dem Prinzip einer geschichteten Zufallsstichprobe, gewichtet nach Bundesländern sowie nach Stadt- und Landverteilung. Die so gewonnenen Daten gelten als repräsentativ und erlauben erstmals umfassende Aussagen über die Verpflegungssituation an den rund 3.010 Volksschulen des Landes.

Bei den Essenslieferanten zeigen sich große Unterschiede. In Wien werden rund neun von zehn Volksschulen von externen Caterern versorgt, während österreichweit nur etwa 30 Prozent der Schulen auf diese Weise beliefert werden. In Niederösterreich und im Burgenland hingegen stammt das Mittagessen in fast jeder zweiten Schule (46 bzw. 44 Prozent) direkt aus dem Wirtshaus.

Zu Mittag wird in Schulen oft frittiertes oder manchmal einfach süßes Essen angeboten.
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Zu Mittag wird in Schulen oft frittiertes oder manchmal einfach süßes Essen angeboten.

In manchen Regionen liefern auch kleine lokale Anbieter das Mittagessen, etwa Dorfpizzerien, um die Wertschöpfung vor Ort zu halten. Dabei sind die Mahlzeiten nicht immer ausgewogen, oft gibt es Pizza oder frittierte Gerichte. In einzelnen Schulen wurde beispielsweise jeden zweiten Tag eine Süßspeise als Hauptmahlzeit serviert, zusätzlich gab es oft noch eine süße Nachspeise wie Kuchen oder Kaiserschmarrn.

Zu wenig Zeit und keine Räumlichkeiten

Wie aus den Ergebnissen hervorgeht, wünschen sich Schuldirektor:innen außerdem eine bessere räumliche Ausstattung. In fast jeder zweiten Volksschule (44 Prozent) gibt es keinen eigenen Speisesaal, sodass die Kinder teilweise in Werkräumen oder auf Fluren essen müssen. Außerdem wünscht sich etwa jede dritte Schule zusätzliche Unterstützung im personellen Bereich, um den Mittagstisch besser organisieren zu können.  Der Bericht verdeutlicht, dass sowohl bei der Verpflegung als auch bei den räumlichen Kapazitäten noch Luft nach oben ist.


Redaktion
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