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Sind Food-Fotos schon bald »schmeckbar«?

Future
Kulinarik

Mit »E-Taste« haben Forscher:innen ein Gerät entwickelt, das virtuelle Geschmackserlebnisse ermöglicht.

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen ein Foto von einem leckeren Gericht – vielleicht von einer frisch zubereiteten Pasta. Sie sehen das Bild und fragen sich: »Wie würde das wohl schmecken?« Das Bild zeigt die Farben, die Texturen, aber der Geschmack bleibt auf der Strecke. Haben wir uns aber nicht schon alle einmal gewünscht, man könnte den Geschmack von Dingen, die man in Fotos oder Videos sieht, wirklich erleben? In Zukunft könnte genau das möglich werden.

Ein internationales Forschungsteam hat ein Gerät entwickelt, das den Geschmack in die virtuelle Realität bringt. Die Technologie, die »E-Taste« genannt wird, macht es möglich, Geschmackserlebnisse in virtuellen Umgebungen zu simulieren. Sie nutzt chemische Substanzen, um die fünf Grundgeschmacksrichtungen – süß, salzig, sauer, bitter und umami – realistisch nachzubilden.

Wie funktioniert das Ganze? Im Wesentlichen nutzt das Gerät kleine Pumpmechanismen und eine Gelmatrix, um chemische Substanzen wie Zucker (für süß), Salz oder Zitronensäure (für sauer) auf die Zunge zu bringen. So können wir nicht nur das Aussehen von Essen sehen, sondern auch den Geschmack fühlen – zumindest im virtuellen Raum. Wer sich also durch eine digitale Umgebung bewegt, könnte dabei nicht nur visuelle Eindrücke aufnehmen, sondern auch den Geschmack von von Schokolade, Zitrone oder vielleicht sogar einer herzhaften Brühe »schmecken«.

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Die ersten Tests zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse. Forscher:innen konnten nicht nur einzelne Geschmacksrichtungen simulieren, sondern auch komplexe Kombinationen wie den Geschmack einer Hühnersuppe nachstellen. In der Zukunft könnte das Gerät also nicht nur im Gaming-Bereich Anwendung finden, sondern auch im Online-Shopping, bei virtuellen Kochkursen oder sogar in der Medizin, etwa um den Geschmackssinn von Patient:innen wiederherzustellen.

Natürlich ist das Ganze noch in der Entwicklung. Es gibt noch ein paar Herausforderungen zu meistern – die Geräte sind zum Beispiel noch ziemlich groß, und es gibt noch Raum, die Präzision der Geschmackssimulation zu verbessern. Doch die Möglichkeit, Geschmackserlebnisse über das Internet zu teilen, ist eine spannende Vorstellung. Wer weiß, vielleicht wird es schon bald genauso selbstverständlich, ein Geschmackserlebnis digital zu teilen wie ein Foto oder ein Video.


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Hannah Speyer
Hannah Speyer
Chefin vom Dienst Digital
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