Tag der Inklusion & Gleichstellung: Top Lokale in Österreich
Zum Protesttag für Gleichstellung stellen wir Lokale vor, die mit inklusiven Teams und viel Herz Barrieren abbauen – von Wiens »Kuchenamt« bis zum Gebärdensprachencafé »Gutmut« in Linz.
Am 5. Mai steht Europa im Zeichen der Inklusion: Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen macht auf Barrieren im Alltag aufmerksam – und auf jene Orte, die sie abbauen. Wir zeigen Ihnen vier herausragende Restaurants und Cafés, die nicht nur kulinarisch, sondern auch sozial ein echtes Vorbild sind. Ob durch barrierefreie Zugänge, inklusive Teams oder besondere Angebote – hier wird Teilhabe gelebt und genossen.
Kuchenamt, 1040 Wien
Das Café »Kuchenamt« ist ein inklusives Vorzeigeprojekt, das beweist, wie Gleichstellung in der Gastronomie gelingen kann. In dem lachsrosa Lokal in der Schäffergasse arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt Seite an Seite. Der Betrieb ist Teil des sozialen Unternehmens »wienwork«, das Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen schafft. Unterstützt wird das Team von Gastro-Profi Josef Neuherz, der nach Jahrzehnten im Top-Hotel »Triest« nun inklusive Kulinarik mitgestaltet. Zwischen veganem Apfelstrudel, Tiramisu und Esterhazy-Torte lädt das lichtdurchflutete Café dazu ein, Inklusion ganz selbstverständlich mitzuerleben.
Schäffergasse 10, 1040 Wien
Café Gutmut, 4020 Linz
Mit dem Café »Gutmut« entsteht in Linz ein Meilenstein für gelebte Inklusion: Letztes Jahr eröffnete dort das erste Gebärdensprachencafé Österreichs seine Türen. Initiiert vom Konventhospital Barmherzige Brüder, verfolgt das Sozialprojekt ein doppeltes Ziel: Einerseits schafft es Arbeits- und Lernmöglichkeiten für gehörlose und hörgeschädigte Menschen im Gastronomiebereich, andererseits bietet es hörenden Gästen die Chance, Gebärdensprache aus nächster Nähe zu erleben und Berührungsängste abzubauen.
Bischofstraße 11, 4020 Linz
Café Außergewöhnlich, 1140 Wien
Mit dem »Café Außergewöhnlich« eröffnet Wiens erstes inklusives Café mit integriertem Lernatelier – ein Herzensprojekt von Kabarettist Christoph Fälbl und Verena Augustin, Leiterin des Vereins »0816 – alles, außer gewöhnlich«. Sechs junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen finden hier nicht nur einen geschützten Arbeitsplatz, sondern auch eine Plattform zur persönlichen und beruflichen Entfaltung. Unterstützt von Fachkräften, verwöhnen sie die Gäste mit hausgemachten Kuchen, Paninis vom Bio-Bäcker und Kaffee der Traditionsrösterei Vergnano. Neben kulinarischen Highlights setzt das Lokal auch auf gesellschaftlichen Mehrwert – ein Crowdfunding-Projekt soll die Finanzierung langfristig sichern.
Nisselgasse 9, 1140 Wien
Dialog im Dunkeln, 1220 Wien
Das inklusive Erlebniszentrum »Dialog im Dunkeln« bietet eine eindrucksvolle Begegnung mit einer Welt ohne Sicht – gestaltet und geleitet von blinden und sehbehinderten Guides. In völliger Dunkelheit erleben Besucher:innen Alltagssituationen neu: Ob bei einer einstündigen Führung, einem 4-Gänge-Dinner beim »Dinner im Dunkeln« oder der Frühstückstour für Einsteiger:innen – die Sinneswahrnehmung wird geschärft, während Klischees und Berührungsängste abgebaut werden.
Barbara-Prammer-Allee 13/1/4, 1220 Wien