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»Damp January«: Was taugt der sanfte Verzicht auf Alkohol wirklich?

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Zwischen Vollbremsung und gemütlichem Ausrollen: Der »Dry January« ist ein beliebter Trend, um ins neue Jahr zu starten. Nun findet auch der »Damp January« anklang. Ein Blick auf das neue Konzept.

Der Januar liebt klare Schnitte. Nach einer Zeit des Konsums, Genusses und des Krachenlassens folgt eine Phase der Selbstoptimierung und der damit einhergehenden Nüchternheit. Der »Dry January« hat sich in den vergangenen Jahren als fester Neujahrsvorsatz etabliert. Vier Wochen komplett ohne Alkohol – für viele ein bewusster Einschnitt nach den Feiertagen.

Nun gewinnt mit dem »Damp January« ein alternatives Konzept an Aufmerksamkeit. »Damp« bedeutet so viel wie »etwas abschwächen«. Statt eines vollständigen Verzichts steht hier die deutliche Reduktion des Alkoholkonsums im Mittelpunkt – etwa durch alkoholfreie Tage, kleinere Mengen oder klare Regeln für den Konsum.

Doch bevor nun viele sich freuen, den Januar nicht ganz so konsequent (und nüchtern) durchziehen zu müssen, muss man sich eines bewusst werden. Hier geht es nicht darum, sich einfach durch den »Dry January« zu schummeln und eine faule Ausrede zu haben. Ziel ist es, den Umgang mit Alkohol langfristig zu verändern und besser in den Alltag zu integrieren.

Wie positiv sind die Auswirkungen?

Unabhängig vom gewählten Modell wirkt sich ein geringerer Alkoholkonsum in der Regel positiv auf die Gesundheit aus. Bereits nach wenigen Wochen berichten viele Menschen von besserem Schlaf, höherer Leistungsfähigkeit im Alltag und weniger Kopfschmerzen. Auch Blutdruck und Leberwerte können sich verbessern, zudem fällt Alkohol als kalorienreicher Bestandteil der Ernährung weg. Alles Erkenntnisse, die nicht neu sind. Doch es gibt einen Haken.

Obwohl ein Alkoholverzicht über vier Wochen helfen kann, das eigene Trinkverhalten kritisch zu hinterfragen, sollte einem genauso bewusst sein: Ein einzelner trockener oder halbtrockener Monat allein garantiert keine nachhaltigen gesundheitlichen Vorteile. Wer im Anschluss wieder zu alten Gewohnheiten zurückkehrt, verliert viele der positiven Effekte schnell. Ob »Dry January« oder »Damp January« – entscheidend ist nicht die Art, sondern die Wirkung über den Januar hinaus.

Wichtig ist also zu hinterfragen, wofür der Januar dienen soll? Als Einstieg, um Bewusstsein zu schaffen oder um sich kurzfristig etwas zu beweisen?


Redaktion
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