Das sind die 10 besten Schnitzel der Welt
Wiener Schnitzel, Tonkatsu, Milanesa: Welche Schnitzel sind weltweit die beliebtesten? Wir zeigen die Top 10 der panierten Fleischgerichte, ihre Ursprünge und kulinarischen Besonderheiten.
Die Kulinarikplattform Taste Atlas hat die weltweit beliebtesten Schnitzel-ähnlichen Gerichte gekürt. Während das Wiener Schnitzel international bekannt ist, landet es in dieser Rangliste nur auf Platz sieben. Die Vielfalt der panierten Fleischgerichte reicht dabei von Lateinamerika über Europa bis nach Japan.
1. Bife à Parmegiana – Brasilien
Das Bife à Parmegiana ist ein klassisches brasilianisches Gericht mit italienischen Wurzeln. Es wird aus zarten Rindersteaks hergestellt, typischerweise aus Sirloin, Filet Mignon oder Ribeye. Die Zubereitung beginnt mit dem Plattieren des Fleisches, das anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt, in Mehl gewendet, durch Ei gezogen und in Semmelbröseln paniert wird. Danach wird das Steak goldbraun frittiert. Serviert wird es traditionell mit Tomatensauce, Parmesan und Kräutern wie Oregano.
2. Tonkatsu – Japan
Tonkatsu ist ein paniertes Schweineschnitzel, das Ende des 19. Jahrhunderts als westlich beeinflusstes Gericht (Yoshoku) in Japan entstand. Heute ist es weit verbreitet und wird pur, in Sandwiches, zu Ramen, mit Curry (Katsu Karē) oder mit dicker Miso-Sauce serviert. Tonkatsu wird meist aus Schweinelende hergestellt, paniert mit Mehl, Ei und Panko und anschließend frittiert.
3. Milanesa – Argentinien
Milanesa gilt als Argentiniens inoffizielles Nationalgericht. Es handelt sich um ein dünnes, paniertes Rindersteak, das in heißem Öl gebraten wird. Ähnlichkeiten bestehen zum Wiener Schnitzel oder Chicken Fried Steak, doch die Wurzeln liegen in Italien, genauer in Mailand (Cotoletta alla Milanese).
4. Hühnchen Kiew (Kotleta po Kyivsky) – Ukraine
Das Kiewer Kotelett besteht aus einer flach geklopften Hühnerbrust, die um Kräuterbutter gerollt, paniert und frittiert wird. Die Herkunft des Gerichts ist umstritten, französische, ukrainische und russische Einflüsse werden diskutiert. In den 1970er-Jahren erfreute es sich großer Beliebtheit, verlor jedoch Ende der 1980er-Jahre mit dem Aufkommen der Nouvelle Cuisine rasch an Zuspruch.
5. Katsu Karē – Japan
Katsu Karē kombiniert Tonkatsu mit japanischer Currysauce. Es kann als Curry mit Fleisch und Gemüse serviert werden oder einfach nur das Schnitzel mit Sauce. Traditionell wird es mit Reis gereicht, in der Region Kansai wird es auch mit Rinderfleisch anstelle von Schweine- oder Hühnerkotelett serviert.
6. Milanesa Napolitana – Argentinien
Diese Variante der Milanesa stammt aus Buenos Aires. Das paniert gebratene Steak wird mit Schinken, Tomatensauce und Mozzarella belegt und im Ofen überbacken. Typische Beilage sind Pommes Frites. Reste werden häufig als Sandwich, sogenanntes sánguche de milanesa, verwendet. Die Entstehung wird auf die 1930er- oder 1940er-Jahre im Restaurant Nápoli zurückgeführt.
7. Wiener Schnitzel – Österreich
Das wohl bekannteste Gerichte der österreichischen Küche ist wohl das Wiener Schnitzel. Es wird klassisch mit Preiselbeeren, Zitronenscheiben und Beilagen wie Kartoffelsalat oder Petersilerdäpfeln serviert. Rechtlich darf es nur Wiener Schnitzel heißen, wenn es aus Kalbfleisch besteht; Schweinefleisch wird als günstigere Alternative in vielen Restaurants angeboten.
TOP 10 WIENER SCHNITZEL IN WIEN
8. Tori Katsu – Japan
Tori Katsu ist die Hühner-Variante des Katsu. Die Hühnerbrust wird in Mehl, Ei und Panko paniert und frittiert. Serviert wird das Gericht auf Reis, meist in mundgerechten Stücken, mit einer süßlich-würzigen Katsu-Sauce.
9. Schnitzel Wiener Art – Österreich
Schnitzel Wiener Art orientiert sich am klassischen Wiener Schnitzel, wird aber aus Schweinefleisch zubereitet. Diese Variante ist kostengünstiger und in österreichischen wie deutschen Restaurants weit verbreitet. Die Zubereitung erfolgt wie beim Original.
10. Cordon Bleu – Schweiz
Cordon bleu ist ein sehr beliebtes internationales Gericht mit Schweizer Ursprung. Es besteht meist aus Kalb, Schwein oder Huhn, die mit Schinken und Käse gefüllt, paniert und anschließend frittiert oder gebacken werden. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus einem Kochbuch von 1949, doch die Ursprünge reichen vermutlich in die 1930er-Jahre zurück.