Gäste vertrauen Menschen mehr als KI bei der Weinwahl
Eine neue Studie zeigt, dass digitale Kanäle bei der Weinauswahl zwar an Bedeutung gewinnen, Konsument:innen aber weiterhin persönlichen Empfehlungen mehr Vertrauen schenken als künstlicher Intelligenz.
Eine aktuelle Studie der Marketingagentur Chelsea Co. aus Barcelona zeigt, dass Konsument:innenen digitale Inhalte für die Weinauswahl zwar nutzen, sich aber weiterhin an Menschen orientieren: Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld und reale Erlebnisse behalten ihren hohen Stellenwert. Befragt wurden mehr als tausend Erwachsene, die regelmäßig alkoholische Getränke konsumieren.
Skepsis bleibt spürbar
Die Ergebnisse zeigen dabei deutliche Altersunterschiede: Drei Viertel der über 55-Jährigen lehnen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Getränkemarketing ab. Auch bei jüngeren Zielgruppen bleibt Skepsis spürbar: 60 Prozent der 18- bis 34-Jährigen bevorzugen Kampagnen mit einem klar erkennbaren menschlichen Bezug. Mehr als 80 Prozent aller Befragten sind überzeugt, KI-generierte Inhalte erkennen zu können. 75 Prozent der 18- bis 34-Jährigen zeigen sich offen gegenüber KI, wenn Marken offen über deren Einsatz informieren. Bei den über 65-Jährigen liegt dieser Wert bei nur 7 Prozent.
Handel & persönliche Empfehlungen bleiben wichtig
Klassische und digitale Wege würden sich der Studie zufolge bei der Entdeckung neuer Weine und Getränke ergänzen: 43 Prozent der Befragten werden weiterhin im stationären Handel auf neue Produkte aufmerksam, während 42 Prozent Empfehlungen von Freund:innen und Familie als wichtige Inspirationsquelle nennen.
Online-Kanäle spielen dagegen bislang eine eher untergeordnete Rolle: Nur etwa jeder Zehnte entdeckt neue Produkte primär über digitale Angebote. Darüber hinaus beeinflussen Faktoren wie Markenauftritt und Design in allen Altersgruppen die Kaufentscheidung stärker als der Preis.