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Grange La Chapelle 2022: Der zweite Streich

Wein
Australien
Frankreich
Tasting
Zürich

Der Grange La Chapelle, der je zur Hälfte aus Frankreich und Australien stammt, gehört zu den kontroversesten Weinprojekten der letzten Jahre. Falstaff hat den soeben lancierten zweiten Jahrgang 2022 mit den Weinmachern Caroline Frey und Peter Gago verkostet.

Es ging mehr als ein Raunen durch die Weinwelt, als der erste Jahrgang des Grange La Chapelle vor ziemlich genau einem Jahr in Paris präsentiert wurde. Ein reinsortiger Syrah, der je zur Hälfte in Frankreich und in Australien wächst. «Je mehr Kontroverse desto besser – wir lieben das!», sagt Penfolds-Winemaker Peter Gago, als er gemeinsam mit Caroline Frey und Falstaff den zweiten Jahrgang 2022 in Zürich verkostet. Schon vor einem Jahr sagte Gago klar, dass es bei dem Wein darum gehe, der Sorte Syrah eine Bühne zu geben und auf deren Güte aufmerksam zu machen. Das ist eindeutig gelungen. Denn über die Qualität des Produktes muss man sich nicht streiten – Falstaff gab dem Erstling satte 99 Punkte und auch der Nachfolgejahrgang begeistert.

Der neue Jahrgang

Der Jahrgang 2022 gehört an der nördlichen Rhône wie auch in Südaustralien zu den trockenen, eher heissen Jahrgängen – an der Nordrhône gehörte er gar zu den wärmsten überhaupt. Während schwächere Parzellen darunter litten, seien die besten Lagen von Hermitage erstaunlich grün und gesund geblieben, wie Caroline Frey bei der Verkostung betonte.

Es verwundert nicht, dass der 2022er im Vergleich zum 2021er dunkelfruchtiger und auch würziger ausfällt, bei der Verkostung jedoch auch noch extrem jugendlich wirkt. Wie der vorangegangene Jahrgang zeigt sich auch der neue Grange La Chapelle als stimmiges Ganzes, Peter Gago betont in diesem Zusammenhang, dass der Wein erst abgefüllt wird, wenn die komplette Verschmelzung eingetreten ist.

Caroline Frey mit dem Grange La Chappelle
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Caroline Frey mit dem Grange La Chappelle

Während sich der 2021er bei der ersten Präsentation in Paris schon in Bestform zeigte, wird der 2022er noch einige Monate oder Jahre auf der Flasche brauchen, um sein volles Potenzial auszuspielen – dennoch steht er dem Vorgänger in nichts nach. Falstaff bewertet ihn in diesem Stadium etwas konservativer als im Vorjahr – mit 98 Punkten, attestiert ihm jedoch grosses Potenzial, noch zuzulegen.

Caroline Frey, die im vergangenen Jahr verkündete, sich aus allen Weingütern ihrer Familie zurückzuziehen, war beim Projekt Grange La Chapelle bis zum Jahrgang 2023 operativ involviert, verantwortet mit Gago also auch den neu lancierten Jahrgang 2022. Angeboten wird dieser über exklusive Vertriebspartner weltweit sowie über den Direktvertriebskanal von Penfolds in Australien und den USA. Empfohlener Verkaufspreis: 2.600 Euro.

grangexlachapelle.com

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Benjamin Herzog
Benjamin Herzog
Chefredaktion Schweiz
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