Neuanfang: Caroline Frey verlässt Château La Lagune und Co.
Caroline Frey, eine der renommiertesten Önologinnen Europas, zieht sich überraschend aus ihren leitenden Positionen bei Château La Lagune, Paul Jaboulet Aîné, La Chapelle Hermitage und Château Corton Caroline zurück. Künftig konzentriert sie sich ganz auf ihr Weinprojekt im Wallis.
Wie die Falstaff-Redaktion heute erfuhr, gibt die bekannte Önologin Caroline Frey mit sofortiger Wirkung ihre Tätigkeit als Direktorin und Chef-Weinmacherin der Weingüter Château La Lagune, Paul Jaboulet Aîné, La Chapelle Hermitage und Château Corton Caroline auf. Frey, Tochter des Schweizer Unternehmers Jean-Jacques Frey, arbeitete seit dem Abschluss ihres Önologie-Studiums in Bordeaux für die Weingüter ihrer Familie.
Die Entscheidung markiert für sie einen neuen Lebensabschnitt. «Ich bin stolz auf das, was wir in den letzten 20 Jahren auf den drei Weingütern erreicht haben», erklärt Frey im Gespräch mit Falstaff. Künftig möchte sie sich ganz ihrem Projekt in Fully im Wallis widmen, wo sie seit über zehn Jahren lebt und eine Parzelle mit der weissen Rebsorte Petite Arvine bewirtschaftet. Die Sorte lernte sie 2002 während ihrer Zusammenarbeit mit dem renommierten französischen Önologen Denis Durbourdieu kennen, der sie stets als eine der besten weissen Rebsorten lobte.
Als ihr ein Freund während eines Trailruns in den Bergen anbot, einen Petite-Arvine-Rebberg in Fully zu übernehmen, zögerte sie nicht. «Heute entwickle ich mein Projekt im Wallis mit grosser Begeisterung weiter», so Frey. Ein neuer Kellermeister für die Weingüter der Frey-Gruppe soll in den nächsten Wochen von ihrer Schwester Delphine Frey bekannt gegeben werden – die Nachfolge sei bereits geregelt.