Nicolas-Feuillatte-Chronothèque: Eine Champagner-Zeitreise
Das Champagnerhaus Nicolas Feuillatte hat die streng limitierte Kollektion Palmes d'Or Chronothèque in der Schweiz präsentiert. Sie enthält je eine Flasche der Jahrgänge 1999, 2000 und 2002 der Prestige-Cuvée des Hauses. In der Schweiz gibt es nur zehn Stück davon – Falstaff hat verkostet.
Einen besseren Rahmen als den eleganten «Le Salon Français» im legendären Zürcher Hotels «Baur au Lac» könnte man sich für eine Präsentation einer raren Champagnerkollektion kaum vorstellen. Chef de Caves Guillaume Roffiaen und Geschäftsführer Christophe Juarez von Nicolas Feuillatte waren persönlich angereist, um bei einem Dinner gemeinsam mit Baur-au-Lac-Vins-Geschäftsführer Marc Almert und dem Besitzer des Hauses, Andrea Kracht, die Kollektion vorzustellen.
Mit Witz und Charme führte Guillaume Roffiaen durch die Verkostung und erklärte unter anderem, dass sich gerade die rückblickend schwierigen Jahre mit der Zeit oft spektakulär zeigen. So auch der Jahrgang 2000 – «das war ein komplizierter Jahrgang», so Roffiaen. «Wir hatten Regen, Regen, dann Regen und dann Sturm. Ende August aber gab es sonniges Wetter, und das änderte alles.» 25 Jahre später zeigt sich der Wein besonders fein und zitrisch-mineralisch – sowie mit weiterem Potenzial ausgestattet – gerade auch zur servierten Rotbarbe mit Beurre-Blanc harmonierte der Wein perfekt. Auch für Roffiaen selbst die Überraschung des Abends.
Von Hand degorgiert
Der Jahrgang 2002 hingegen zeigte sich kraftvoll mit einer eleganten Pinot-Noir-Charakteristik, zum kräftigen Wein wurde ein simples Steinpilz-Gericht gereicht, ein Pairing der Extraklasse, kombiniert von Marc Almert persönlich, seines Zeichens ASI Best Sommelier of the World 2019. Der Jahrgang 1999, den Almert und Chef de Cuisine Sylvain Momberger mit einem Surf & Turf mit Kalbsfilet und Crevette kombinierten, zeigte sich an diesem Abend besonders ausgewogen – mit reifer Frucht, warmer Würze und salzigem Eindruck im Nachhall.
Guillaume Roffiaen betonte, dass eine Verkostung der Chronothèque-Edition auch für ihn als erfahrenen Kellermeister etwas Besonderes sei, gewissermassen eine Zeitreise. Gerade der Jahrgang 2002 hat für ihn eine besondere Bedeutung – «Es war meine erste Ernte als Önologe bei Nicolas Feuillatte.» Alle Palmes-d’Or-Flaschen werden von Hand degorgiert und die Dosage auf den Jahrgang eingestellt. Für den aktuellen, 2009, wurden ganze 38 unterschiedliche Dégorgements durchgeführt, bevor das Team die ideale Rezeptur aus Reservewein und Zucker gefunden hatte.
Baur au Lac Vins hat von der Chronothèque-Boxen mit je drei Flaschen zehn Exemplare für den Schweizer Markt erhalten. Sie sind zu einem Preis von 980 Franken unter bauraulacvins.ch erhältlich.