Sächsische Weinreise: Von Lohmen bis Schloss Pillnitz
Hier treffen die Naturwunder der Sächsischen Schweiz auf die barocke Pracht von Schloss Pillnitz.
Am letzten Tag führt uns die Reise ins Elbsandsteingebirge. Die Bastei bei Lohmen zählt zu den spektakulärsten Aussichtspunkten der Region. Bereits 1768 in der Reiseliteratur erwähnt, bietet die fast 200 Meter über der Elbe gelegene Felsformation einen atemberaubenden Blick über das Elbtal, die Tafelberge des Elbsandsteingebirges sowie auf imposante Felstürme und schroffe Wände.
Über die steinerne Basteibrücke, die in mehreren Bögen eine tiefe Schlucht überspannt, gelangt man zum Felsen Neurathen. Die heute bestehende Brücke aus Sandstein wurde 1851 erbaut. Sie misst 76,5 Meter und überspannt mit sieben Bögen die rund 40 Meter tiefe Mardertelle-Schlucht. Das Felsentor am Brückenende war einst Zugang zur Felsenburg Neurathen, die im 14. Jahrhundert von böhmischen Rittern errichtet wurde. Heute lädt das Gebiet zu Wanderungen mit fantastischen Ausblicken ein.
Schloss Pillnitz und ein besonderes Andenken
Auf dem Rückweg nach Dresden lohnt ein Abstecher zum Schloss Pillnitz, das mit fernöstlicher Architektur und seinem Schlosspark direkt am Elbufer beeindruckt. Besonderes Highlight: die wohl älteste Kamelie Europas. Der schwedische Botaniker Karl Peter Thunberg brachte sie 1779 von einer Japanreise mit. Seitdem wird sie sorgsam gepflegt und mit einem mobilen Glasbau vor Frost geschützt. Von Mitte Februar bis Anfang April steht die mittlerweile fast neun Meter hohe Pflanze in voller Blüte. Im Besucherzentrum kann man sogar Ableger der Pillnitzer Kamelie für den eigenen Garten erwerben – eine wunderbare Erinnerung an eine denkwürdige Weinreise.