So wird der Weinjahrgang 2024 in Deutschland
Gute Qualität, teils sehr geringe Mengen. Wie steht es um den Jahrgang 2024 in Deutschland? Das Falstaff-Weinteam hat sich die Ergebnisse im Detail angesehen.
Der milde Winter bewirkte einen frühen Austrieb der Reben – ein Phänomen, das durch global warming fast schon zum neuen Normalfall geworden ist. Leider auch ein Phänomen, das die Reben einer verlängerten Spätfrostgefahr aussetzt. Als in den Nächten zwischen 21. und 24. April eine Kaltfront über Deutschland hinwegzog, fiel in zahlreichen Weinbergen das Thermometer weit unter null Grad.
Bis zu 80 Prozent Ausfälle
Besonders schlimm geschädigt wurden die Gebiete Ruwer und Saar, Mittelrhein, Ahr und Nahe, Saale-Unstrut und Sachsen, der Norden Badens, Teile Frankens und Württembergs. Gerade in den Top-Lagen gibt es zahlreiche Betriebe, die Ausfälle zwischen 50 und 80 Prozent zu verzeichnen haben.
Feuchte Witterung im Sommer
Der Frost war allerdings nicht der einzige Störfaktor. Schon bald nach den Frosttagen wurde es warm und feucht, wodurch sich kräftiger Pilzdruck entwickelte. Die überwiegend feuchte Witterung hielt auch den Sommer über an. In der Folge stieg die Arbeitsbelastung der Winzer stark an, ab August wurde es dann trocken.
Fruchtbetont und strukturiert
Kühle Nächte im Herbst sorgten für ein langsames, aromenförderndes Ausreifen der Trauben. Qualitativ zeigen sich die 2024er Weine fruchtbetont, klassisch strukturiert mit moderaten Alkoholgehalten – der Tendenz nach dürften Burgundersorten und Silvaner etwas bessere Resultate gebracht haben als Riesling.
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