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© Shutterstock/New Africa/Symbolbild

Spanien will Energy-Drinks für Jugendliche unter 16 verbieten

Spanien
Energy Drink

Spanien plant ein Verkaufsverbot für Energy-Drinks an alle unter 16-Jährigen. Getränke mit über 32 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter sollen sogar erst ab 18 freigegeben werden.

Die spanische Regierung will mit einer neuen Verordnung durchgreifen: Energy-Drinks dürfen bald nicht mehr an Jugendliche unter 16 verkauft werden. Besonders koffeinstarke Varianten mit mehr als 32 Milligramm pro 100 Milliliter sollen im Handel erst ab 18 Jahren erhältlich sein. Sozial- und Konsumentenschutzminister Pablo Bustinduy stellte das Vorhaben vor: »Diese Getränke sind eine Bedrohung für die Gesundheit junger Menschen.« Wissenschaftliche Studien belegen Risiken wie Schlafprobleme, Angstzustände, Herzrasen und auffälliges Verhalten.

Auslöser ist eine Schülerbefragung des Gesundheitsministeriums, geht aus mehreren Medienberichten hervor: 38,4 Prozent der 14- bis 18-Jährigen tranken im letzten Monat Energy-Drinks. Bei 16- bis 18-jährigen Jungen liegt der Wert bei über 50 Prozent. Besorgniserregend: 15,2 Prozent mischen die Energy Drinks mit Alkohol, was Vergiftungsrisiken steigert. Der Markt boomt: 2025 wurden 105 Millionen Liter verkauft, 13,7 Prozent mehr als 2024 – Tendenz steigend.

Verbot für Minderjährige gefordert

Eine Umfrage der spanischen Lebensmittelbehörde »AESAN« zeigt breite Unterstützung: 91 Prozent der Befragten fordern ein Verkaufsverbot für Minderjährige, 88,3 Prozent der 18- bis 35-Jährigen stimmen zu. Spanien orientiert sich an Vorreitern: Litauen und Lettland verbieten den Verkauf unter 18 seit 2014 und 2016. Polen, Bulgarien, Ungarn und Rumänien haben Altersgrenzen. Österreich und andere EU-Staaten behandeln Energy-Drinks wie normale koffeinhaltige Getränke, für die es keine  Verkaufsbeschränkungen gibt. Eine EU-weite Regelung fehlt.


 

Redaktion
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