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Studie: Champagner könnte Risiko eines Herzstillstands verringern

Champagner
Weißwein
Gesundheit

Mäßiger Konsum von Weißwein und Champagner soll einer neuen Studie zufolge das Risiko eines plötzlichen Herzstillstands verringern. Dabei spielen aber immer mehrere Faktoren eine Rolle.

In einer neuen Studie der Fudan-Universität in Shanghai, China, fanden Forscher heraus, dass Champagner und Weißwein eine »kardioprotektive Wirkung« haben könnten. Die Ergebnisse wurden im Canadian Journal of Cardiology veröffentlicht. Untersucht wurden die Gesundheits- und Lebensstil-Daten von 502 094 Personen mittleren bis höheren Alters aus der britischen UK Biobank.

Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an einem plötzlichen Herzstillstand, bei dem das Herz aufhört, Blut durch den Körper zu pumpen. Die Forscher der Studie fanden heraus, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen verschiedenen veränderbaren Faktoren und dem plötzlichen Herzstillstand gibt, wobei Änderungen des Lebensstils die größte Wirkung bei der Verhinderung von Fällen haben sollen. Zudem sollen eine positive Stimmung, ein kontrolliertes Gewicht und ein kontrollierter Blutdruck als Schutzfaktoren dienen.

Mäßiger Alkoholkonsum komplexer als angenommen

In einem begleitenden Leitartikel schrieben die Forschenden Nicholas Grubic von der Universität Toronto und Dakota Gustafson von der Queen's University in Ontario: »Eines der faszinierendsten Ergebnisse der Studie ist die kardioprotektive Wirkung, die mit dem Konsum von Champagner und Weißwein in Verbindung gebracht wird, was lange Zeit bestehende Annahmen über die spezifischen kardioprotektiven Eigenschaften von Rotwein in Frage stellt. Die zugrundeliegenden Mechanismen sind noch unklar, aber die Ergebnisse bestärken die Idee, dass die Vorteile eines mäßigen Alkoholkonsums komplexer sein könnten als bisher angenommen

Die Ergebnisse sollten aber auch vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Champagnerkonsum und die finanzielle Situation der Untersuchten in einem engen Zusammenhang stehen könnten, wonach der vermutlich schützende Effekt auch mit dem allgemeinen Lebensstil wohlhabenderer Personen zusammenhängen könnte.

Neben dem Champagner- und Weißweinkonsum wurden auch Faktoren wie Computernutzung, Obstverzehr, psychosozialer Stress, fettleibigkeitsbezogene Faktoren, systolischer Blutdruck und Bildung untersucht.


 

Redaktion
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