Wie Pasta-Importe aus Italien in den USA ausgedünnt werden könnten
Ein US-Antidumpingverfahren gegen italienische Produzenten könnte Pasta in amerikanischen Supermärkten verteuern oder sogar verknappen. Steigen die Zölle wie geplant, wäre italienische Ware für viele Händler nicht mehr leistbar.
Die USA prüfen hohe neue Zölle auf Pasta aus Italien. Das Handelsministerium wirft 13 italienischen Produzenten Dumping vor: Sie sollen zwischen Sommer 2023 und Sommer 2024 zu niedrig kalkulierte Preise in die USA exportiert haben. Die Folge wären drastische Strafzölle.
Nach den vorläufigen Berechnungen könnten die Abgaben auf über 100 Prozent steigen. Das setzt sich aus einem neuen Antidumpingzoll von rund 91 Prozent und dem bestehenden EU-Importzoll von 15 Prozent zusammen. Für italienische Pasta hieße das faktisch eine Preisverdoppelung im US-Einzelhandel.
Doppelter Preis?
Erste Händler warnen vor Engpässen. In Online-Foren berichten Einkäufer, dass italienische Markenprodukte »verschwinden könnten«, weil sich der Import nicht mehr rechnet. Die Prognose: Eine Packung, die bisher etwa vier Dollar kostet, könnte bald acht Dollar kosten. Oder gar nicht mehr erhältlich sein.
Für Italien steht viel auf dem Spiel. Der US-Markt macht laut Medienberichten einen Exportwert von mehreren hundert Millionen Dollar pro Jahr aus. Die Regierung in Rom kritisiert das Verfahren als »überzogen« und warnt vor schweren Folgen für kleine und mittlere Hersteller.
Vorwurf der Benachteiligung
Die US-Seite verweist hingegen auf Fairness im Wettbewerb. Amerikanische Produzenten argumentieren, sie würden durch zu niedrige italienische Preise benachteiligt. Die Regierung prüft nun weiter. Eine endgültige Entscheidung soll es aber erst 2026 geben.