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FIC-Gründerin Sina Gritzuhn, Ralf Dümmel, Andreas Persigehl (Vorsitzender der Geschäftsleitung REWE Nord) und Holger Stanislawski (REWE Center Winterhude)

 FIC-Gründerin Sina Gritzuhn, Ralf Dümmel, Andreas Persigehl (Vorsitzender der Geschäftsleitung REWE Nord) und Holger Stanislawski (REWE Center Winterhude)
© Stefan Groenveld

Wie schmeckt die Zukunft? Die spannendsten Entdeckungen vom »Food Innovation Camp«

Hamburg
Innovation
Food Trend

Apfel-Pommes, Protein-Limonaden und Fisch aus Pflanzen: Was heute noch nach Nische klingt, könnte morgen ganz selbstverständlich in unseren Kühlschränken stehen. Beim »Food Innovation Camp« in Hamburg gaben mehr als 90 Start-ups einen Vorgeschmack auf die Lebensmittel von morgen.

Wer wissen möchte, was in zwei oder drei Jahren in Supermarktregalen landet, muss nicht die Zukunft vorhersagen können. Ein Blick auf das »Food Innovation Camp« in Hamburg genügt. Dort, wo Gründer:innen, Händler:innen, Gastronom:innen und Investor:innen aufeinandertreffen, lassen sich die ersten Spuren dessen erkennen, was künftig auf dem Tisch landet.

Mehr als 90 Food-Start-ups präsentierten bei der achten Ausgabe des Branchentreffens ihre Ideen für die Zukunft der Ernährung. Dabei zeigte sich: Die großen Trends der vergangenen Jahre entwickeln sich weiter – allerdings deutlich differenzierter.

Noch vor wenigen Jahren dominierten vor allem pflanzliche Alternativen die Diskussion. Heute ist das Bild vielfältiger. Gesundheit, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Convenience verschmelzen zunehmend zu einem Gesamtpaket. Verbraucher:innen wollen Produkte, die besser für sie und idealerweise auch für den Planeten sind – ohne dabei auf Genuss oder Alltagstauglichkeit verzichten zu müssen.

Was kann Ihr Essen?

Besonders deutlich wurde das bei den Gewinner:innen der Veranstaltung. Für Aufmerksamkeit sorgte »Fruit Rebel« mit seinen sogenannten Apple Fries. Die knusprigen Apfelsticks gewannen den Newcomer Award. Und auch Getränke kamen nicht zu kurz. Die Protein-Limonade von »JUUZ« gewann den Pitch-Wettbewerb gegen 31 andere Start-ups. Das Konzept dahinter spiegelt einen der stärksten internationalen Food-Trends wider: Getränke sollen heute nicht nur erfrischen, sondern möglichst auch einen funktionalen Mehrwert bieten.

Die Grenzen zwischen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen verschwimmen dabei immer stärker. Neuro-Shots, Ingwer-Shots in Schokoladenform oder Getränke auf Basis von Kakaofruchtfleisch zeigen, wie kreativ die Branche in Richtung Gesundheit neu denkt.

Die neue Generation

Parallel dazu wächst eine neue Gruppe pflanzlicher Produkte heran. Während klassische Fleischalternativen mittlerweile etabliert sind, richtet sich der Fokus auf weitere Kategorien. Pflanzliche Fischalternativen oder innovative Lebensmittel auf Pilzbasis gehören zu den spannendsten Entwicklungen. Statt möglichst nah an das Original heranzukommen, setzen viele Gründer:innen inzwischen auf eigenständige Konzepte mit eigener Identität.

Auffällig ist zudem, wie stark das Thema Bequemlichkeit geworden ist. Verbraucher:innen möchten bewusster essen, aber nicht mehr Zeit in der Küche verbringen. Fertiggerichte auf pflanzlicher Basis, konzentrierte Getränkelösungen oder Gewürzkonzepte, die komplette Gerichte vereinfachen, treffen genau diesen Nerv.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus Hamburg lautet jedoch: Die Zukunft der Ernährung wird nicht von einem einzigen Trend bestimmt. Stattdessen entsteht ein Mosaik aus vielen kleinen Innovationen. Manche werden wieder verschwinden. Andere könnten schon bald ganz selbstverständlich Teil unseres Alltags sein.


Redaktion
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