Zum Inhalt springen
© Philipp Lipiarsky

Zwischen Brauchtum und Ballglanz: Der Jägerball 2026

Jägerball
Ball
Ballsaison

Der 103. Jägerball des Vereins Grünes Kreuz steht im Zeichen Salzburgs und des Mozartjahres 2026: In der Wiener Hofburg und der Spanischen Hofreitschule verschmelzen alpine Musiktraditionen mit dem klassischen Vermächtnis Mozarts. Ein Abend, an dem Kultur, Brauchtum und Genuss auf besondere Weise zusammenfinden.

Mit dem 103. Jägerball öffnen sich am Montag, dem 26. Jänner 2026, die Tore der Wiener Hofburg erneut für einen Abend, an dem Tradition, Kultur und zeitgemäßes Brauchtum aufeinandertreffen. Unter dem Motto »Klang der Berge – Tanz der Täler« steht das Balljahr ganz im Zeichen des Patronanzlandes Salzburg und des Mozartjahres 2026 – eine Verbindung, die der Eröffnung eine besondere musikalische und symbolische Tiefe verleiht. Den feierlichen Auftakt bilden die offiziellen Ansprachen der Präsidentin des Vereins Grünes Kreuz Christa Kummer-Hofbauer sowie ausgewählter politischer Vertreter, ehe die musikalischen Darbietungen den Festsaal erfüllen. Ein vielschichtiges musikalisches Programm führt durch Salzburgs kulturelles Erbe und das Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts und stellt die musikalische Vielfalt des Patronanzlandes in den Mittelpunkt der Eröffnung.

Einen ersten klangvollen Akzent setzen unter anderem die Auftritte der Trachtenmusikkapelle Hüttschlag aus dem Großarltal. Unter der Leitung von Obmann und Stabführer Josef Pirchner bringt die seit 1801 tief in der regionalen Musikkultur verwurzelte Kapelle mit mehreren Stücken jene alpine Klangwelt in die Hofburg, die Salzburg seit Jahrhunderten prägt. Ergänzt wird dieses musikalische Programm durch Jagdhornbläsergruppen aus dem Pongau, dem Lungau, dem Tennengau, dem Flachgau und dem Pinzgau, die bereits vor der offiziellen Eröffnung im gesamten Ballareal positioniert sind und mit traditionellen Sig­nalen das Weidwerk hörbar machen.

Mozarts Klangwelt

Ein besonderer Höhepunkt der Eröffnung ist der Auftritt der international renommierten Violinistin Lidia Baich, die gemeinsam mit dem Orchester Steubl unter der Leitung von Wolfgang Steubl Werke von Wolfgang Amadeus Mozart interpretiert. Die in St. Petersburg geborene Österreicherin sieht man auf den großen Konzertbühnen der Welt ebenso wie bei bedeutenden Festivals von Salzburg bis Jerusalem. Als vielfach ausgezeichnete Solistin und Kammermusikerin hat sie eine Professur an der Musik und Kunst Universität Wien inne und spielt auf einer Violine von Jean-Bap­tiste Vuillaume aus dem Jahr 1860.

Ganz der Tradition verpflichtet zeigt sich auch das Eröffnungskomitee, dessen Choreografie von Anna-Maria Kruschitz von der Tanzschule Elmayer gestaltet wird. Der Einzug erfolgt zum Einzugsmarsch aus dem »Zigeunerbaron«, gefolgt von einer Choreografie zu Mozarts »Rondo alla Turca«. Der Eröffnungswalzer in Form der Volksweise »Salzburger Walzer« schlägt schließlich die Brücke zwischen regionalem musikalischem Erbe und dem Patronanzland Salzburg.

Genuss aus Salzburg

Der Jägerball 2026 lädt zu einer genussvollen Entdeckungsreise ein – mit regionalen Spezialitäten aus dem Patronanzland Salzburg. Zu den Highlights zählt AMADEO Salzburg, ein Edelbrand aus Äpfeln, Birnen, Zwetschken, Marillen und Kriecherln, die von den besten Streuobstwiesen Salzburgs stammen. Die Früchte werden handverlesen geerntet, mit Gebirgsquellwasser gereinigt und kontrolliert vergoren. Anschließend reift der Brand in Eichenfässern der Stieglbrauerei.

Ebenso vertreten ist die Dorfkäserei Pötzelsberger aus Adnet, die seit 1886 Bio-Heumilchkäse herstellt. Naturbelassene Heumilch und Handwerk in vierter Generation prägen den charakteristischen Geschmack. Am Ball können drei Käsesorten verkostet werden. Der Großarler Genuss steht für »Gutes aus der Region« und »Kostbares aus Österreich«. In der hauseigenen Fleischmanufaktur werden Speck- und Wurstspezialitäten in handwerklicher Tradition hergestellt. Am Jägerball können Gäste unter anderem Wilde Hauswürstel und Hirsch-Rohschinken verkosten.

Alljährlich ein besonderer Hingucker ist der Blumenschmuck – und vor allem jener »Wald«, der für einen Abend in der Hofburg sprichwörtlich aus dem Boden wächst. Rund um die Bäume entsteht eine stimmungsvolle Waldkulisse mit Tannen und Grün in den Gängen. Der Blumenschmuck auf der Feststiege und in der Hofreitschule stammt von den Wiener Stadtgärtnern, die dabei in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation »Jugend am Werk« arbeiten – ganz im Sinne des sozialen Gedankens des Balls. Auch die Einzugstanzsträußchen sowie florale Arrangements werden von den Wiener Stadtgärtnern gestaltet. Das gesamte Dekorationskonzept ist klassisch in Weiß und Grün gehalten – den Vereinsfarben des Grünen Kreuzes.

Kulinarische Akzente

Kulinarisch zeichnet erneut Motto Catering verantwortlich und begleitet den Abend mit österreichischen Klassikern, ausgewählten Weinen, Champagnern und feinen Häppchen – vom Wildschinken-Canapé bis zu klassischen Desserts. Ergänzend dazu präsentieren ausgewählte Salzburger Betriebe regionale Spezialitäten zur Verkostung. Im Mittelpunkt steht dabei auch der Ballwein des Jägerballs 2026: ein Grüner Veltliner Dürnstein vom Weingut F.X. Pichler in der Wachau, der mit seinem klaren, trinkfreudigen Stil den Ballabend stimmig begleitet.

Alpine Ikone

Als begehrtes Accessoire des Abends gilt auch heuer wieder der Fächer, dessen Motiv jedes Jahr von einem anderen Künstler gestaltet wird. Für den Jägerball 2026 stammt es vom Salzburger Alexander Ragginger und zeigt einen Steinadler mit einem Fuchs als Beute. Die Wahl des Motivs fiel bewusst: Der Steinadler zählt zu den größten und eindrucksvollsten Greif­vögeln Österreichs und ist vor allem in den hochalpinen Regionen beheimatet – unter anderem im Nationalpark Hohe Tauern, wo eine der größten Populationen lebt.

Als reiner Gebirgsvogel fehlt er in Wien und dem Burgenland nahezu vollständig. Mit seiner überwiegend braunen Gefiederfärbung, dem kräftigen, haken­förmigen Schnabel und starken Fängen verkörpert er alpine Wildnis. Ragginger, selbst leidenschaftlicher Jäger und tief mit Natur und Tierwelt verbunden, arbeitet überwiegend mit Farbstiften auf Papier und hat seine detailreiche Zeichentechnik autodidaktisch entwickelt. Ziel seiner Arbeit ist es, nicht nur die äußere Erscheinung, sondern auch Charakter, Alter und Würde des dargestellten Tieres sichtbar zu machen. So verbindet das Fächermotiv Kunst, Jagd und Natur zu einem der prägnantesten Zeichen dieses Ballabends.


Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12