Hinter dem Neo-Bistro «Capet» steckt das Team des beliebten Restaurants «Silex». Seit Ende März wird hier eine moderne Bistroküche serviert. Der knappe Platz ist gut optimiert, die Gäste sitzen vornehmlich an Holztheken, die entlang der Wände und um eine Mittelkonsole laufen. Es gibt zudem einige wenige Tische für Gruppen und ein paar Plätze an der Bar vor der Küche. Das Menu ist kurz gehalten und teilt sich grob in Snacks, Vorspeisen und Hauptgänge auf, wobei es auch zwei Pastagänge gibt. Die Teller sind zum Teilen gedacht, aber klein genug, dass man auch als allein Speisende einige Gerichte probieren kann – sowieso ist das «Capet» ein gutes Lokal für ein Solodinner, da man sich dank der Thekenplätze nicht exponiert fühlt. Es wird viel mit dem Kohlegrill gearbeitet, dass man nach dem Essen etwas nach Rauch riecht, ist aber ein Preis, den es sich zu bezahlen lohnt. Die Gerichte vom Grill sind nämlich besonders gut: grillierter weisser Spargel mit Mayo mit confiertem Knoblauch, Gitzi-Nierli, Vadouvan-Gewürzmischung oder die beim Erstbesuch servierten Hühnerherzen mit Kümmel und Shio Koji. Bei den Pasta-Tellern vermögen die mit Hühnerleber-Parfait gefüllten Agnolotti besonders zu begeistern, wobei den Spaghetti alla Chitarra mit Pilzen, Kichererbsensauce und Kamille etwas «Pfupf» fehlt. Köstlich ist auch die panierte und frittierte Wachtel. Auch die Desserts lohnen sich: Der Sticky Toffee Pudding mit Walnüssen und gerösteter weisser Schokolade ist nicht zu süss und schmeckt nostalgisch. Schön ist auch die Getränkekarte, die klein, aber fein ist und auch Glasweise spannende Weine, oxidative Spezialitäten und gereiften Wermut bietet.