Aktuelle Analyse: So verhalten sich Schweizer Gäste
Wie reservieren Schweizer Gäste, wann erscheinen sie, in welchen Gruppengrössen kommen sie – und wie häufig geben sie Feedback? Eine umfassende Analyse von «foratable», basierend auf Millionen von Gästedaten aus über 1.200 Schweizer Betrieben, liefert Antworten.
Eine aktuelle Analyse von «foratable», basierend auf Millionen von Gästedaten aus über 1.200 Betrieben in der Schweiz, liefert detaillierte Einblicke in das Verhalten von Restaurantgästen. Sie zeigt, wie Gäste reservieren, wann sie erscheinen, in welchen Gruppengrössen sie kommen und wie aktiv sie Feedback geben. Für Gastronominnen und Gastronomen ergibt sich daraus eine wertvolle Grundlage, um Planbarkeit, Auslastung und Gästezufriedenheit zu optimieren.
Reservierungskanäle
Mehr als die Hälfte aller Reservierungen erfolgt inzwischen online (51,9 Prozent). Doch die meisten Gäste generieren nach wie vor telefonische Buchungen (47,7 Prozent vs. 43,3 Prozent online). Der Grund: Telefonische Reservierungen gehen häufiger mit grösseren Gruppen einher. Walk-ins bleiben mit 9,1 Prozent die Ausnahme.
Tageszeiten
Die stärksten Frequenzen verzeichnen Restaurants von Dienstag bis Freitag zur Mittagszeit sowie am frühen Abend bis 19.30 Uhr, besonders am Wochenende. Späte Abendbesuche sind seltener, gewinnen aber am Freitag und Samstag an Relevanz.
Vorlaufzeit
Mehr als ein Drittel der Gäste reserviert am selben Tag. Sehr kurzfristige Buchungen (weniger als eine Stunde vorher) erfolgen meist telefonisch. 88,8 Prozent der Online-Buchungen erfolgen innerhalb einer Woche vor dem Besuch, nur 11,2 Prozent mit mehr als acht Tagen Vorlauf.
Gruppengrösse und Herkunft
Die Mehrheit kommt in kleinen Gruppen: 28,9 Prozent zu zweit, 26,4 Prozent zu dritt oder viert. Solo-Dining bleibt mit 1 Prozent marginal. Über 62 Prozent der Gäste stammen aus der Schweiz, internationale Gäste aus Nachbarländern machen nur 1,6 Prozent aus. Das bedeutet, das Publikum ist vor allem lokal und regional. Bei rund einem Drittel ist die Herkunft unbekannt – ein Hinweis darauf, dass Identifikationsdaten nicht immer erfasst werden.
Gästebindung
Fast zwei Drittel der Gäste (64,2 Prozent) besuchen ein Restaurant nur einmal. 35,8 Prozent sind wiederkehrende Gäste, aber nur 2,7 Prozent kommen häufiger als dreimal pro Jahr.
Gästefeedback
Die Feedbackquote liegt bei knapp 5 Prozent. Online-Reservierungen führen am häufigsten zu Bewertungen (8,97 Prozent), die durchschnittlich positiv ausfallen (4,76 Sterne). Dennoch beantworten Restaurants nur 5,73 Prozent dieser Bewertungen.
- Online-Reservierungen anbieten, denn sie vereinfachen Prozesse und fördern Feedback.
- Telefonbuchungen digital flankieren, z. B. durch Caller-ID oder KI-gestützte Telefonassistenten.
- Flexibilität sichern: Kombination aus frühzeitiger Kapazitätsplanung und flexibler Steuerung für kurzfristige Reservierungen und optimale Auslastung.
- Stammgäste mit Treueprogrammen oder personalisierten Angeboten belohnen.
- Feedback konsequent nutzen: Bewertungen aktiv einholen, strukturiert auswerten und beantworten.
- Daten regelmässig analysieren – für Dienstplanung, Angebotsentwicklung und Marketingmassnahmen.