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Preiserhöhung: Wird Bier jetzt zum Luxusgut?

Preiserhöhung
Bierpreise
Gastronomie

Bier und Radler werden teurer, der Aperol Spritz hält seine Linie – und je nach Stadt und Lage zahlt man deutlich mehr.

Ein halber Liter Bier kostet in vielen Städten deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Auswertungen des Finanzdienstleisters SumUp zeigen: Zwischen Juni 2025 und März 2026 stieg der Durchschnittspreis in Baden-Württemberg von 3,86 auf 4,88 Euro. Besonders markant war der Sprung zwischen Oktober und November 2025 – plus rund 20 Prozent in nur einem Monat.

In Freiburg liegt ein halber Liter seit Monaten über der Fünf-Euro-Marke, in Stuttgart kosten zentrale Lagen 5,30 bis 5,50 Euro. In Mannheim bleiben die Preise vergleichsweise stabil, doch insgesamt zeigt die Kurve nach oben.

Weniger Konsum, höhere Kosten

Die Preisspanne in den Städten ist groß. In Ludwigsburg werden oft 5,80 Euro verlangt, in Ulm 4,60 bis 4,90 Euro, in Konstanz 4,90 Euro. Standort und Nachfrage entscheiden zunehmend über den Preis.

Der DEHOGA Baden-Württemberg weist darauf hin, dass in der Gastronomie insgesamt weniger Alkohol konsumiert wird – auch Bier ist betroffen. Gleichzeitig steigen Kosten für Energie, Einkauf und Personal. Weniger Absatz plus höhere Ausgaben führt zwangsläufig zu steigenden Preisen.

Radler verteuert sich ebenfalls, wenn auch moderater: von 3,52 auf 3,85 Euro. In vielen Städten bewegen sich die Preise inzwischen bei vier Euro oder mehr, abhängig von Lage und Beliebtheit des Lokals.

Aperol Spritz bleibt stabil

Anders als Bier zeigt der Aperol Spritz kaum Preisbewegung. Durchschnittlich kostet das Mixgetränk 7,40 bis 7,80 Euro. In zentralen Lagen wie Stuttgart oder am Bodensee kann der Preis bis knapp 9,50 Euro steigen, während kleinere Städte günstigere Angebote haben. Egal ob beim Bier oder Spritz gilt: Wer zentral sitzt, zahlt mehr – unabhängig vom stabilen Durchschnittspreis.


Redaktion
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