Berliner Gastronom übernimmt Eckkneipe »Kuchel Eck«
Die Eckkneipe am Ludwigkirchplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein Stück Berliner Identität – und bleibt es: Josef Laggner übernimmt das »Kuchel Eck« und bringt seine jahrzehntelange Gastronomieerfahrung mit ein.
Nach der Insolvenz des »Kuchel Eck« sichert der Berliner Gastronom Josef Laggner das Fortbestehen einer festen Größe im Kiez. Das Lokal am Ludwigkirchplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf ist für seine gelebte Eckkneipenkultur bekannt – ein Ort, an dem Menschen seit über 100 Jahren bei einem Bier, kleinen Gerichten und vor allem guten Gesprächen zusammenkommen. Der Name bleibt bestehen, das Konzept wird behutsam modernisiert.
»Kaum ein anderer Ort im Kiez steht so sehr für gelebte Berliner Eckkneipenkultur. Gerade deshalb können und wollen wir nicht tatenlos zusehen, wie solche Orte verschwinden. Die Eckkneipenkultur ist ein Stück Berliner Identität, die es zu bewahren gilt«, sagt Laggner. »An der Grundidee werden wir nichts ändern. Wir wollen lediglich eine klarere Linie geben: warme und kalte Gerichte, Bier aus Berlin und Bayern sowie ehrliche, herzliche Gastfreundschaft – das wird künftig das ›Kuchel Eck‹ auszeichnen.«
Berliner Identität
Laggner bringt umfassende Erfahrung aus der Gastronomie mit: Zu seinem Portfolio zählen das »Lutter & Wegner« am Gendarmenmarkt, das aktuell sein 215-jähriges Jubiläum feiert, die »Fischerhütte am Schlachtensee«, das »Augustiner am Gendarmenmarkt« sowie weitere Betriebe in Berlin. Die Laggner Gruppe ist außerdem in Potsdam, Leipzig, Heringsdorf auf Usedom und am Flughafen Berlin Brandenburg vertreten. Dazu kommen Wirtshauskonzepte, Weinhandlungen und Weinstuben, mit insgesamt rund 450 Mitarbeitende.
Nach einer kurzen Phase des Feinschliffs soll das »Kuchel Eck« schon bald wieder seine Türen öffnen – und ein Stück gelebte Berliner Identität bewahren.