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Sternekoch Alexandru Simon

Sternekoch Alexandru Simon
© Tony Gigov

Erster Stern für das Glasswing-Restaurant: »Der Stern ist für uns Ansporn und Bestätigung zugleich«

Guide Michelin
Eventtipp
Österreich
Südtirol

Das »Glasswing Restaurant« mit Chefkoch Alexandru Simon wurde am 18. März mit seinem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet, am Abend trafen hier zwei Sterne-Köche bei einem 4-Hands-Dinner aufeinander.

Am Mittwoch, 18. März, veranstaltete das »Glasswing Restaurant« in Wien ein 4-Hands-Dinner, bei dem zwei kulinarische Virtuosen ihre Küchen für einen Abend vereinten: Egon Heiss vom Gourmet-Restaurant »Prezioso« im Castel Fragsburg Hotel in Südtirol und Alexandru Simon vom »Glasswing Restaurants«, der im Rahmen der neuen Ausgabe des Guide Michelin für Österreich am selben Tag mit seinem ersten Stern ausgezeichnet wurde.

Seit der Eröffnung 2023 hat sich das »Glasswing« in der oberen Liga der Wiener Gastronomie etabliert, zuletzt auch mit konstanten 97 Punkten im Falstaff Restaurant- & Gasthausguide. Durchatmen war trotzdem nicht angesagt: Die nächsten beiden Abende war das Haus aufgrund eines besonderen 4-Hands-Dinner schon wieder voll. »Auch an einem solchen Tag bleibt unser Fokus unverändert«, so Küchenchef Alexandru Simon gegenüber Falstaff. »Wir geben täglich unser Bestes, um unsere Gäste zu begeistern.«

Alpen treffen Ringstraße

Gemeinsam mit Alexandru Simon stand Egon Heiss aus Südtirol am Herd. Heiss, der im »Prezioso« in Meran bereits einen Michelin-Stern und einen Grünen Stern trägt, verfolgte die neuen Sterne in Österreich ebenso gespannt: »Ich fieberte mit Alexandru Simon und dem Glasswing-Team mit. Der Stern öffnet Türen, aber er verpflichtet auch zu konstanter Innovation«, weiß er. Seine Küche in Südtirol ist bodenständig, regional und stark von der Natur der Berge geprägt. Simon arbeitet mit technischer Präzision und klaren Linien. »Seine technische Präzision traf auf meine Intuition für alpine Aromen«, so Heiss.

Das Menü spiegelt diese Begegnung. Pochierte Austern mit Buddhas Hand am Anfang, Kaissergranat mit einer Vadouvan Hollandaise und Steinbutt mit Blutwurst, Sauerkraut und Gulaschsaft von Simon. Bei Heiss traf Renke auf Alpenkaviar und bei seiner »Bergcarbonara« kleine Kartoffelknödelchen mit Carbonarafüllung auf Guanciale und geräuchertes Eigelb. Sein Kalbsfilet mit Zwiebeltarte Tatin kam mit einem Fleischlaibchen und Kartoffelpüree an den Tisch. Zum Abschluss: Birne mit Chicorée und Rhabarber mit Sauerrahm. Ein Menü, das sich Gang für Gang und Komponente für Komponete perfekt ergänzte.

Ebenso wie die Weinbegleitung von »Prezioso«-Sommelier Patrick Toll und Max Populorum, Sommelier und Restaurant Manager aus dem »Glasswing«. Mit ihren Pairings brachten sie einige der besten Regionen ins Glas – von der Champagne, über die Dolomiten, den Kalterer See und das Piemont bis hin zum Burgenland.

»Alexandru hat mir gezeigt, wie moderne Technik Tradition verstärken kann, ohne sie zu überschatten. Umgekehrt durfte ich ihm zeigen, wie man mit Guanciale und geräuchertem Eigelb eine Bergcarbonara kreiert«, erzählt Heiss.


Redaktion
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