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© Nils Hasenau

Knusprig schlägt luftig? Neueröffnung in Berlin setzt auf römische Pizza

Pizza
Berlin
Neueröffnung

In angesagten Pizzerien dominiert seit Jahren die neapolitanische Variante mit luftigem Rand. Ein neues Restaurant in Kreuzberg setzt nun bewusst auf das Gegenmodell und stellt die römische Pizza mit ihrem dünnen Boden zurück ins Rampenlicht.

Rom oder Neapel? Diese Frage wird unter Pizza-Liebhaber:innen fast so leidenschaftlich diskutiert wie die nach der besten Eisdiele oder dem perfekten Espresso. Während in den vergangenen Jahren vor allem die neapolitanische Pizza mit ihrem luftigen Rand gefeiert wurde, rückt eine Neueröffnung namens »Monti« in Kreuzberg die römische Pizza zurück in den Fokus.

Hinter dem Restaurant stehen Renate Dengg und Max Setrak, die mit dem österreichischen Restaurant »Jolesch« seit mehr als 15 Jahren in Kreuzberg vertreten sind. Nach der Übernahme der Rotisserie »Weingrün« im vergangenen Jahr ist die Pizzeria ihr drittes gastronomisches Projekt.

Der Unterschied beginnt bereits bei der Herstellung. Für die römische Pizza wird der Teig dünn ausgerollt und mit wenig Hefe angesetzt. Anschließend ruht er 72 Stunden, bevor er bei hoher Temperatur gebacken wird. Das Ergebnis ist ein besonders knuspriger Boden ohne den für die neapolitanische Pizza typischen, luftigen Rand. Für die Küche wurde ein Pizzabäcker aus Italien engagiert, der auf diese Backtradition spezialisiert ist.

Klassiker treffen auf Eigenkreationen

Neben Klassikern wie Margherita, Marinara oder Salame stehen auch Eigenkreationen auf der Karte. Dazu zählt etwa eine Pizza mit Chianina-Rind, Pecorino und Chimichurri oder eine Variante mit Gorgonzola und Birne. Einige der Pizzen kommen dabei ohne Tomatensauce aus. Ergänzt wird das Angebot durch mediterran inspirierte Vorspeisen, Salate und Desserts wie Tiramisu oder Pistazien-Crème brûlée. Auch vegetarische und vegane Gerichte sind Teil der Speisekarte.

Wein bleibt ein wichtiger Bestandteil

Wie bereits im »Jolesch« und in der Rotisserie »Weingrün« spielt auch im »Monti« die Weinauswahl eine wichtige Rolle. Rund 75 Positionen, überwiegend aus Italien, Deutschland und Österreich, stehen auf der Karte. Ergänzt wird das Angebot durch klassische Cocktails, einige Signature Drinks sowie alkoholfreie Alternativen. Das »Monti« hat montags bis samstags ab 17 Uhr geöffnet und verfügt neben dem Gastraum auch über eine große Terrasse, die vor allem im Sommer einige Gäste anlocken dürfte.

Ob nun neapolitanische oder römische Pizza die bessere ist, bleibt Geschmacksache. Am wertvollsten ist am Ende, eine kulinarische Auswahl zu haben. Und Berlin gewinnt dadurch eine weitere Facette in einer ohnehin vielfältigen Gastronomielandschaft.


Redaktion
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