Pizza mit Wassermelone: Neapolitanischer Pizzabäcker sorgt für Aufruhr
Der neapolitanische Pizzabäcker Gino Sorbillo sorgt mit seiner umstrittenen Pizza-Kreation mit Wassermelone erneut für heftige Kritik und Diskussionen.
In der kulinarischen Welt Italiens gibt es wohl kaum ein Gericht, das so viel Stolz und Tradition verkörpert wie die Pizza. Die neapolitanische Pizza ist dabei nicht nur ein Symbol der italienischen Küche, sondern auch ein kulturelles Erbe, das von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt wurde. Doch genau diese Tradition wurde kürzlich erneut (nach dem »Pizza-mit-Ananas-Eklat« am Anfang des Jahres) durch eine kontroverse neue Kreation auf die Probe gestellt: Pizza mit Wassermelone.
Wieder im Mittelpunkt der Diskussion: Gino Sorbillo, Inhaber mehrerer Pizzerien in Italien und im Ausland. Der italienische Pizzabäcker hat sich durch diese neue ungewöhnliche Kombination den Zorn vieler Italiener zugezogen. In einem auf Instagram veröffentlichten Video präsentierte Sorbillo seine neueste Pizza-Variante, die neben Tomaten und Käse auch Scheiben von frischer Wassermelone als Belag enthält. Dies ist nicht das erste Mal, dass Sorbillo mit exotischen Fruchtkombinationen experimentiert; zuvor hatte er bereits Pizzen mit Ananas und Banane kreiert.
Die Reaktionen auf diese neueste Innovation ließen nicht lange auf sich warten. In den sozialen Medien hagelte es Kritik. Ein Nutzer schrieb empört: »Pizza mit Früchten, das ist keine Pizza mehr.« Viele warfen Sorbillo vor, eine reine Marketingstrategie zu verfolgen, um Aufmerksamkeit zu erregen, während andere ihn beschuldigten, die traditionelle neapolitanische Pizza zu entweihen. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti äußerte sich ebenfalls kritisch und beklagte, dass italienische Rezepte im Ausland immer mehr verfälscht würden. Als Beispiel führte Coldiretti das in den USA populäre Gericht »Mac and Cheese« an, das laut dem Verband nichts mehr mit der echten italienischen Pasta-Tradition zu tun habe.
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