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(V. l. n. r.) Geri Tsai von der Tür 7, Sarah Redenböck von Sarmakinsa und Leonid Rath von »J. & L. Lobmeyr«

(V. l. n. r.) Geri Tsai von der Tür 7, Sarah Redenböck von Sarmakinsa und Leonid Rath von »J. & L. Lobmeyr«
© Roland Graf

Sarmakinas-Gründerin Redenböck: »Unser Olivenöl hat eine Seele«

Olivenöl
Cocktail

Mit »Sarmakinas« versuchen Sarah Redenböck und ihr Team eine neue Premium-Olivenöl-Marke zu etablieren. Dabei helfen soll der »Sarmatini«, ein Olivenöl-Metaxa-Cocktail, kreiert von Geri Tsai von der »Tür 7«.

Ein Faible für Griechenland hegt Sarah Redenböck schon lange: »Als Jugendliche wollte ich immer in Athen wohnen.« Als sich dann die Gelegenheit ergab, in einen Olivenhain am Peloponnes zu investieren, zögerte sie nicht lange. Gemeinsam mit ihren Kollegen Georgios »Jorgos« Kaldis und Max setzt sie bei der Produktion des »Sarmakinas«-Olivenöls auf Handarbeit – vom Baum bis zur Flasche. »Wir bewirtschaften 30 Hektar Olivenhaine in Messinien und steuern den gesamten Prozess. Die Bäume in unseren Hainen sind keine Neupflanzungen, sondern im Schnitt 30 bis 150 Jahre alt«, erklärt die Unternehmerin im Gespräch mit Falstaff beim Launch-Event des »Sarmatini« in der »Tür 7« in der Josefstadt.
Das »Sarmakinas«-Team legt bei der Produktion ihres Olivenöls einen besonderen Fokus auf Handwerk: »Bei uns wird kalt und präzise gepresst – und wir kontrollieren jeden Schritt im Produktionsprozess, bis zur Abfüllung.« Die ovale Flasche wird in Italien produziert, am Peloponnes – genauer gesagt in Messinien – wird das Öl dann in kleinen Mengen abgefüllt: »Vergangenes Jahr waren es 2.000 Flaschen, mit dem neuen Jahrgang schaffen wir 3.000 Flaschen«, so Redenböck.

Produktion in kleinen Mengen

Sarah Redenböck, die als Mehrheitseigentümerin auch das Marketing über hat, stellte das reinsortige Koroneiki-Olivenöl vor. Einen wichtigen Grund für die Qualität schildert Georgios »Jorgos« Kaldis, der den Anbau leitet: »Das erste, was wir gekauft haben, sind Stahltanks, damit haben wir alles selbst unter Kontrolle«. Denn vielfach lieferten Olivenbauern ihre Ernte an große Aufkäufer oder Genossenschaftsmühlen, da sie selbst keine Gerätschaften besäßen. Wie sie dort zu Öl verarbeitet werden, liegt nicht in ihrer Hand. Dazu kommt eine Ernte, die sich ausschließlich nach dem Polyphenol-Gehalt richtet, nicht nach dem Ertrag. »Wir verlieren so an Menge, gewinnen aber den wertvollsten Inhaltsstoff«, erklärt Sarah Redenböck die Selektionsmechanismen für Sarmakinas.
Das erklärt nicht nur den hohen Preis (45 Euro für den halben Liter), sondern weist das wertvolle Griechen-Gold auch als »Tropföl« aus. Es soll sparsam zum Verfeinern verwendet werden – oder als ebenso zart dosierte Cocktailzutat. So nutzt sie Geri Tsai in seiner »Tür 7« in der Josefstadt, der einen rein griechischen Drink mit Metaxa, Oregano und Oliven-Öl kreiert hat. »Angelehnt an den Dry Martini«, so der Barchef, der den Drink im dünnwandigen Lobmeyr-Glas serviert. »Wir haben es auch mit anderen Gläsern probiert«, so Tsai, »aber in der Champagerschale entfalten sich Öl und Metaxa viel besser«. Denn neben dem Geschmack – kräftige 7 cl tragen die floralen und würzigen Aromen des Weinbrands und des Öls – gibt es auch eine taktile Überraschung. Der zarte Film des Öls macht den Cocktail samtig.  »Ich sage immer, das ist unser Lip-Smack«, lacht Redenböck. Wer hätte gedacht, dass Olivenöl auch das kann?

Der Grundgedanke hinter dem Cocktail war ein simpler, denn nicht jedes Olivenöl eignet sich für einen Cocktail: »Es geht um die Einfachheit. Jeder soll den >Sarmatini< auch daheim mixen können«, so Redenböck im Gespräch mit Falstaff. Sie selbst kombiniert ihr Olivenöl übrigens gerne mit Desserts aller Art: »Es schmeckt besonders gut mit Vanilleeis oder Mousse au Chocolat.«



Roland Graf
Roland Graf
Autor
Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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