Sinkender Bierkonsum soll Pleitewelle bei Brauereien bringen
Die Menschen trinken immer weniger Bier. Dieses neue Trinkverhalten wird sich auch auf die Verkaufszahlen niederschlagen – der Oettinger-Chef prophezeit, dass das viele Brauereien nicht überleben werden.
Stefan Blaschak, Geschäftsführer des bayrischen Getränkeherstellers »Oettinger« prognostizierte in einem Interview mit der »Augsburger Allgemeinen«, dass den deutschen Brauereien in den kommenden Jahren eine Pleitewelle bevorsteht. Diese werden wie »Fliegen von der Wand fallen.«
Grund dafür sei der sinkende Bierkonsum in Deutschland. Der Bierabsatz sei in den vergangenen Jahren konstant um zwei bis drei Prozent gesunken. Der sinkende Absatz in diesem Jahr gleiche einem Erdrutsch, so der »Oettinger«-Chef. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 ist der Konsum um rund 2,6 Millionen Hektoliter zurückgegangen.
Aus einem Ranking des Hopfenhändlers »BarthHaas« geht hervor, dass fünf von sechs Großbrauereien in Deutschland 2024 weniger Bier produziert haben, als im Jahr zuvor. »Oettinger« soll besonders stark von diesem Rückgang betroffen sein – 2026 soll einer der Produktionsstandorte geschlossen werden. Für das Unternehmen war das keine einfache Entscheidung, so Blaschak im Gespräch mit der »Augsburger«. Dennoch müsse er als Geschäftsführer die Entscheidungen langfristig denken und fällen.